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Kultur „Wir wollen die verborgenen Schätze zeigen“
Nachrichten Kultur „Wir wollen die verborgenen Schätze zeigen“
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Giovanni Battista Falda, „Fontana rustica nel piano superiore alla cascata“, Radierung, o.J. 21,1 x 28,6 cm Quelle: Kunstverein zu Rostock
Rostock

Diese Ausstellung passt genau ins Jubiläumsjahr der Rostocker Universität. „Die grafische Sammlung der Universität Rostock“, so ist eine Schau überschrieben, präsentiert kleine Kunstschätze, die sich im Besitz der Rostocker Uni befinden und der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Für einen kleinen Teil ändert sich das, er wird nun in der Galerie Amberg 13 in Rostock ausgestellt. Zu diesem Zweck kooperierten der Kunstverein zu Rostock mit der Universitätsbibliothek Rostock. „Das ist unser Beitrag zum Universitätsjubiläum in diesem Jahr“, sagt Thomas Häntzschel, Vorsitzender des Kunstvereins zu Rostock. Für die Uni betreute Cathrin Frühauf von der Universitätsbibliothek Rostock das Projekt und bestimmte auch die Auswahl mit. „Wir wollen die verborgenen Schätze zeigen“, sagt sie. Die Grafiken sind auch deswegen selten zu sehen, weil sie sehr lichtempfindlich sind und darum meistens unter Verschluss gehalten werden.

Die Rostocker Uni wird in diesem Jahr 600 Jahre alt, aus ihrer grafischen Sammlung kommen die Werke, die nun gezeigt werden. Inzwischen umfasst diese Kollektion, die einst für das 1919 gegründete ehemalige Kunsthistorische Institut der Uni angelegt wurde, über 1000 Arbeiten. Darunter sind auch einige Stücke, die inzwischen wertvoll sind. Dabei lag es nie in der Absicht der Rostocker Uni, eine Kunstsammlung anzulegen. Ursprünglich wurden die Werke eigens angekauft, um sie als Lehrsammlung für das kunstgeschichtliche Studium zu nutzen.

Davon sind in der neuen Rostocker Ausstellung nun 44 meist kleinformatige Werke zu sehen. Klangvolle Namen sind unter den Künstlern, so zum Beispiel Wassili Kandinsky, Lyonel Feininger, Käthe Kollwitz, Frans Masereel oder Edvard Munch. Es geht in dieser Schau stilistisch querbeet, der Betrachter reist durch rund fünfhundert Jahre Kunstgeschichte, er startet in der italienischen Druckgrafik und landet in der klassischen Moderne. Der Betrachter sieht zum Beispiel das „Studienblatt aus dem Irrenhaus“ (1844) von Adolph Menzel, die melancholisch wirkende Kaltnadelradierung „Mondschein“ (1895) von Edvard Munch oder die „Hamburger Kneipe“ (1901) von Käthe Kollwitz. Eine stilistische Ausnahme ist wohl Hannah Höcht, eine Vertreterin der Dada-Kunst, die hier mit zwei Linolschnitten zu sehen ist: „Kommen flatternde Vögel“ und „Siams Gärten“, beide 1915 entstanden. Wesentlich weiter, nämlich in das 15. und 16. Jahrhundert, geht es in der Kunstgeschichte zurück in den alten Landschafts- und Stadtansichten sowie Architekturstichen, die meist von italienischen Künstlern geschaffen wurden. So kommen die Werke dieser Schau aus unterschiedlichen Sparten – italienische Druckgrafik, historische Stadtansichten, Architekturstiche, Bilderbögen, Originalgrafiken sowie Originalgrafiken aus Publikationen.

Am Mittwochabend um 19.30 Uhr wird diese Ausstellung im Kunstverein zu Rostock eröffnet. Dazu wird Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Rostocker Uni, ein Grußwort halten. Cathrin Frühauf von der Universitätsbibliothek wird zur Eröffnung die Ausstellung vorstellen.

Thorsten Czarkowski

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