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Kultur Wölfe und Windhunde
Nachrichten Kultur Wölfe und Windhunde
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00:25 14.05.2018
Waren

Er schuf besonders gern vielsagende Tierplastiken und war ein gefragter Restaurator: Der Bildhauer Walther Preik ist tot. Der Künstler starb nach langer Krankheit am Freitag im Alter von 86 Jahren in Waren (Müritz), wie seine Familie am Samstag mitteilte. „Damit verlieren Waren und die Seenplatte einen großen Bildhauer, der künstlerische Spuren in ganz Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus hinterlassen hat“, sagte Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Walther Preik bei der Arbeit an einer Gedenktafel Quelle: Foto: Wüstneck/dpa

Der gelernte Steinmetz Preik stammte aus der Müritz-Region und studierte in Wismar und Dresden, ehe er sich 1958 in Waren unweit der Müritz niederließ. „Er ist einer von wenigen Bildhauern, deren Kunst vor und nach der Wende gefragt war“, sagte Möller. Zahlreiche Kunstwerke Preiks stehen auf öffentlichen Plätzen.

So gehören seine Plastiken von „Wölfinnen“ am Müritzufer in Waren und an der Rückseite der Konzertkirche in Neubrandenburg zu den meistfotografierten Motiven in Mecklenburg-Vorpommern. Bekannt sind auch das Denkmal für den Flugpionier Otto Lilienthal (1848-1896) in Anklam – eine zwölf Meter hohe Kunststoffsäule, die durchaus umstritten war – der Gänsebrunnen vor dem Rathaus in Bützow (Kreis Rostock) und der Greifenbrunnen auf dem Marktplatz in Anklam. In Schwerin kündet die Plastik „Windhunde“ von Preiks Schaffen. Für das Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen bei Waren entstand eine Bronzebüste des Troja-Entdeckers Schliemann und für Penzlin ein Denkmal für den in der Stadt aufgewachsenen Dichter und Homer-Übersetzer Johann-Heinrich Voß (1751-1826). Sein Handwerk hat der stets zurückhaltende Bildhauer an seine Söhne weitergegeben. „Die wohl letzte seiner Arbeiten, die seit 2017 gezeigt wird, ist eine Eule, die im Müritzeum in Waren steht“, erläuterte der Bürgermeister.

OZ

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