Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur „Women in Trouble“ an der Volksbühne
Nachrichten Kultur „Women in Trouble“ an der Volksbühne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:52 29.11.2017
Die Theaterregisseurin Susanne Kennedy in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Quelle: Silas Stein
Anzeige
Berlin

Die Schauspieler tragen Masken. Die Stimmen kommen vom Band. Die Darsteller bewegen dazu nur die Lippen. Die Theaterstücke von Susanne Kennedy brechen regelmäßig mit den gewohnten Sehgewohnheiten.

An der Berliner Volksbühne wird am Donnerstag das neue Stück der Regisseurin uraufgeführt. Die mit Verfremdungseffekten spielende Kennedy zeigt ihr Werk „Women in Trouble“, in dem es um eine krebskranke Frau geht.

Mit Tanzaufführungen des französischen Choreografen Boris Charmatz auf dem stillgelegten Tempelhofer Flughafen war die Volksbühne unter ihrem neuen und umstrittenen Intendanten Chris Dercon im September in die Saison gestartet. Syrische Flüchtlingsfrauen spielten in Tempelhof dann in der ersten Schauspielpremiere eine Adaption des griechischen Dramas „Iphigenie“.

Zwischendurch war das Stammhaus des Theaters am Rosa-Luxemburg-Platz von Polit- und Kunstaktivisten besetzt worden. Im November zogen die Theatermacher dann selbst dort mit ihrer ersten Premiere ein - mit dem von der Kritik überwiegend negativ aufgenommenen Doppelabend „Samuel Beckett/Tino Sehgal“. Gezeigt wurden minimalistisch inszenierte Beckett-Einakter und Arbeiten des Künstlers Tino Sehgal.

Als „Stationendrama“ ist das neue Werk von Susanne Kennedy angekündigt, die zuletzt unter anderem mit „Die Selbstmord-Schwestern“ und der Fassbinder-Adatpion „Warum läuft Herr R. Amok?“ von den Münchner Kammerspielen für Aufsehen sorgte. „Women in Trouble“ spielt sich auf der Drehbühne des Theaters ab, wie die Volksbühne ankündigte. Gespielt wird auf Englisch mit deutschen Übertiteln.

„Es ist ein feministisches Stück“, so Kennedy im Video-Interview auf der Volksbühnen-Website. „Aber es ist viel mehr als das - und viel weniger gleichzeitig“. Die kranke Hauptfigur Angelina bekommt im Laufe des Stücks immer mehr Doppelgänger, „die von einer Rabbit-Hole-Realität in die andere fallen“, wie es in der Ankündigung heißt. „Die Frage in „Women in Trouble“ ist, ob es etwas zu lernen gibt. Kann das nächste Leben ein besseres Leben werden?“

„Diese Drehbühne, auf der wir spielen, hat genau dieses Prinzip - dass du immer wieder am Anfang rauskommst, wo du dachtest, das ist eigentlich das Ende. Aber dann geht es noch weiter“, sagt die 1977 in Friedrichshafen geborene Kennedy.

dpa

Meryl Streep und Tom Hanks sind die Stars in Steven Spielbergs neuem Polit-Drama. Das bringt den Hollywoodveteran einige der ersten Filmpreise der Saison. Aber auch neue Talente stecken Trophäen ein.

29.11.2017

Das Buch „Volkswerft Stralsund“ vom beliebten Fotografen Harry Hardenberg wird am Freitag erscheinen.

29.11.2017

Jäger der verlorenen Schatulle: In dem Steinzeitdrama „Der Mann aus dem Eis“ (Kinostart: 30. November) zieht Jürgen Vogel aus, um Rache für seine Familie zu fordern. Wie der echte Ötzi ums Leben kam, bleibt weiterhin unbekannt

30.11.2017
Anzeige