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Kultur Wunderkerzen für Vineta
Nachrichten Kultur Wunderkerzen für Vineta
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00:00 30.08.2018
Die Geschichte um Gunara, die Anführerin der Elfen, Jaron, den Chef der Dünenritter, die Vineter um Konsul Warin und nicht zu vergessen die schräge Pizzaunion aus der Jetzt-Zeit begeisterte das Publikum. Quelle: Fotos: Hannes Ewert
Zinnowitz

Abschied von Vineta. Am Sonnabend ist die diesjährige Open-Air-Inszenierung der gleichnamigen Festspiele, „Das Elfenspiel“, letztmals auf der Ostsee-Bühne in Zinnowitz zu sehen. Ein Gänsehaut-Erlebnis für Darsteller und Zuschauer. Denn wie im Falle der Premierenvorstellung am 30. Juni soll die letzte Show des Jahres mit einem Meer von Wunderkerzen einhergehen. Da es zur letzten Vorstellung immer noch ein kleines „Extra“ gibt, ist sie beim Publikum besonders beliebt.

Am Sonnabend gehen die diesjährigen Theater-Open-Air-Festspiele zu Ende

Hohe Besuche bei Vineta

Intendanten und Direktoren anderer Theater kamen, um Vineta zu sehen. Dazu gehörte u. a. Christian Schwandt (Theaterdirektor Lübeck), Johannes Gärtner (Wagner-Spiele Dresden), Peter Hick (Störtebeker Festspiele), Joachim Kümmritz (Intendant Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/ Neustrelitz). Bürgermeister Usemann wollte zur letzten Vorstellung kommen.

Aber blicken wir zurück hinter die Kulissen. Es begann schon aufregend bei der Premiere mit dem Staatssekretär Patrick Dahlemann als Goldwächter-Assistent an der Seite von Schauspieler Erwin Bröderbauer. Das war sozusagen eine gewollte und bejubelte Neubesetzung der Rolle. PR für beide Seiten muss sein.

Andere Umbesetzungen machten Regieassistentin Cornelia Flesch manchmal schon leichtes Kopfzerbrechen. Denn sie bedeuteten nicht nur, die Rolle umzubesetzen. Auch Kostüme und Schuhe mussten den jeweils anderen Darstellern angepasst werden. Wer die couragierte Frau kennt, weiß, dass sie für alles eine Lösung hatte. Da fiel der Dünenritter-Sohn Alron aus. Und das Telefonnetz hatte sich, wie sooft in Zinnowitz, verabschiedet, weshalb Flesch in einem Fall einfach keinen Mitspieler erreichen konnte. So sprang der Techniker Maxim Paul Krüger ein, der auch schon Bühnenerfahrung hat. Die anderen Techniker mussten seinen Part im Turm übernehmen. Und das war eine wirklich schnelle Umbesetzung. Von 16 Uhr bis zu Vorstellungsbeginn um 19.30 Uhr stand die Rolle. Dem jungen Mann war zwar ein wenig mulmig, er hatte aber dennoch die Nerven, kleine Gags einzubauen.

Konsulin Mafalda, gespielt von Ricarda Matschke wurde von der Baronin aus „Des Kaisers neueste Kleider“, Fabienne Baumann, in zwei Vorstellungen gespielt. „Chapeau“! für diese junge Dame aus dem 1.

Studienjahr. Sebastian Hildebrand, der in dieser Zeitung schon als „Macho der Saison“ porträtiert wurde, übernahm fast typgerecht die Rolle des Dünenritterchefs Jaron.

Zu den witzigsten, schnellen Umbesetzungen gehörte wohl die von Konsul Warin (Erwin Bröderbauer), der in einer Vorstellung von seinem baumlangen Referenten Japp (Nils Arndt) gegeben wurde. Und als das Einhorn (Anna Jamborsky) die Stimme verlor, erzählten Werwolf und Phönix, was es zu sagen hatte.

Alles aufregende Momente hinter den Kulissen, von denen Zuschauer natürlich nichts mitbekamen. Es spricht für den Geist dieses Theaters, dass es auch schwierige Situationen schnell und professionell meistert und dabei noch Spaß hat.

Letzte Vorstellungen: heute und Samstag, jeweils 19.30 Uhr

Claudia Winter

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