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Zaimoglu liest bei den Johnson-Tagen

Neubrandenburg/Güstrow Zaimoglu liest bei den Johnson-Tagen

Sein neuestes Buch thematisiert, wie sich Deutsche einst als Fremde fühlten

Neubrandenburg/Güstrow. . Wie Deutsche als Flüchtlinge auf die Hilfe anderer Länder angewiesen waren, wird ein Thema bei den diesjährigen Uwe-Johnson-Tagen in Neubrandenburg und Güstrow sein. Dazu wird der Schriftsteller Feridun Zaimoglu am 20. September aus seinem Roman „Siebentürmeviertel“ lesen, wie die Mecklenburgische Literaturgesellschaft (MLG) gestern mitteilte.

In dem Buch geht es um einen deutschen Jungen, der in der NS-Zeit bei einer türkischen Gastfamilie in Istanbul aufwächst. Nach dem Tod seiner Mutter lebte der Junge bei seinem Vater, muss mit ihm aber nach einer Warnung vor der Gestapo plötzlich Deutschland verlassen. Es ist das Jahr 1939, und die Hauptfigur des Romans findet sich in Istanbul wieder, in der Familie eines ehemaligen Arbeitskollegen seines Vaters. In dem Roman geht es also um die Geschichte von Deutschen als Fremde.

Feridun Zaimoglu wurde 1964 in der Türkei geboren. Er lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland, seit 1985 in Kiel. Zaimoglu studierte Kunst und Humanmedizin und arbeitet heute als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist.

Der Zaimoglu, der 2016 den Berliner Literaturpreis erhielt, war mit dem Werk „Siebentürmeviertel“bis auf die Longlist beim Deutschen Buchpreis im Vorjahr gelangt.

Die Johnson-Tage finden vom 19. September bis 11. Oktober in Güstrow, Neubrandenburg und Anklam statt. Dabei geht der Germanist und MLG-Vorsitzende Carsten Gansel auch auf die Neuausgabe von „Kleiner Mann - was nun?“ von Hans Fallada (1893-1947) ein, die auf Falladas Urfassung beruht und ein Drittel umfangreicher ist als alte Ausgaben. Ein Vortrag beleuchtet den Dichter Franz Fühmann (1922-1984).

Höhepunkt der Literaturtage sei die Ehrung des Autors Jan Koneffke mit dem Uwe-Johnson-Preis. Der 55-Jährige bekommt die mit 15000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Roman „Ein Sonntagskind“. Winfried Wagner

OZ

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