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Kultur Zeitmaschine in Hamburg: Familien-Musical „Historicus“ feiert umjubelte Premiere
Nachrichten Kultur Zeitmaschine in Hamburg: Familien-Musical „Historicus“ feiert umjubelte Premiere
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00:00 26.09.2017
Hamburg

In eineinhalb Stunden wie in einer Zeitmaschine durch 1200 Jahre Hamburger Geschichte: Das Familien-Musical „Historicus“ nach dem gleichnamigen Buch von Irene Haarmeyer hat am Sonntag eine erfolgreiche Premiere in den Hamburger Kammerspielen gefeiert. Mit schmissigen Songs und den drei Protagonisten Historicus (Hannes Träbert) und den Geschwistern Filip (Johan Richter) und Lilli (Sabine Barthelmess) ging es auf eine aufregende Reise durch die bewegte Hamburger Historie : vom Sturm der wilden Wikinger auf die Hammaburg und den Überfällen der Likedeeler um den berühmten Piraten Klaus Störtebeker auf die Schiffe der Hanse über den Großen Brand von 1842 bis zur Großen Flut von 1962.

In insgesamt zehn Stationen düst der Außerirdische Historicus mit Filip und Lilli und seiner Zeitmaschine durch die Geschichte der Hansestadt. Dabei müssen die drei so manches Abenteuer bestehen: So findet sich Filip plötzlich als Matrose an Bord der „Godewind“ von Klaus Störtebeker wieder oder Lilli versucht, die Wale der Grönlandfahrer zu retten. Mit wenigen Requisiten und ein paar Handgriffen verwandelt sich dabei die Bühne (Regie: Franz-Joseph Dieken) von der Hammaburg zum Schiff der Piraten, fünf weitere Schauspieler lassen die jeweiligen Epochen durch kurze Erzählstücke und die passenden Kostümen lebendig werden.

Der Journalist und Musiker Jan Haarmeyer hatte bereits vor Jahren Songs zu den Kapiteln geschrieben, immer wieder werden die einzelnen Geschichten durch witzige Sprüche aufgelockert („Deine Garderobe ist so verwegen, so dänisch, so Altona“). Gleichzeitig erfahren die Zuschauer jede Menge Wissenswertes über die norddeutsche Geschichte: Zum Beispiel woher das Wort „Pfeffersack“ stammt, wer das Gute-Nacht-Lied „Der Mond ist aufgegangen“ geschrieben hat, und warum am 7. Mai 1189 der erste Hafengeburtstag gefeiert wurde.

Neben Themen und Musik mit Lokalkolorit wie der Zitronenjette oder dem Song „Der Jung mit’n Tüdelband“ werden auch ernste Kapitel wie die Cholera-Epidemie von 1892 oder der Feuersturm von 1943 nicht ausgespart.

Internet: hamburger-kammerspiele.de

OZ

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