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Kultur Zeitreise in die Welt der Inkunabeln
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00:14 15.05.2018

Die Kirchenbibliothek St. Marien in Barth verfügt über einen reichen Bestand an „Inkunabeln“. So werden Druckwerke bezeichnet, die bis zum Erscheinungsjahr 1500 durch die von Johannes Gutenberg erfundene Technik des Druckens mit beweglichen Lettern entstanden sind. Selten gezeigte Inkunabel-Exemplare präsentierte jetzt in Barth Dr. Falk Eisermann, Referatsleiter der Staatsbibliothek zu Berlin. Eisermann ist langjähriger Fachlicher Beirat der Barther Kirchenbibliothek. Er begleitet seit 2011 deren Restaurierung und Erschließung.

Dr. Falk Eisermann Quelle: Foto: Ch. Rödel

Falk Eisermann zeigte den staunenden Zuschauern neben einzigartigen Druckfragmenten aus Gutenbergs Lebenszeit auch die Pergamentstreifen aus einer handschriftlichen Überlieferung der mittelalterlichen Liebesgeschichte „Athis und Prophilias“, von der weltweit nur vier Exemplare überliefert sind.

Das bemerkenswerteste Exemplar war jedoch ein Druck von 1496 des berüchtigten „Hexenhammers“ von Heinrich Kramer, Dominikaner-Mönch und päpstlicher Inquisitor im deutschsprachigen Raum. Falk Eisermann ging auf diese „Gebrauchsanweisung für die Hexenverfolgung" genauer ein und umriss, wie Kramers Gedanken schon damals Zweifel und Ablehnung weckten. Dennoch fanden danach in ganz Europa nach den Grundlagen des „Hexenhammers“ zehntausende Frauen den Tod. Die Barther Ausgabe stammt aus dem Besitz eines Divitzer Priesters aus dem Spätmittelalter.

Zu dieser Zeitreise auf der nördlichen Hochempore vor dem gotischen Bibliotheksraum hatte der Förderverein der Barther Kirchenbibliothek eingeladen.

dl

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