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Kultur Zerbrechliches von Margret Middell in Ahrenshoop
Nachrichten Kultur Zerbrechliches von Margret Middell in Ahrenshoop
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00:00 09.05.2017

Insgesamt 33 Werke der Künstlerin Margret Middell sind im Neuen Kunsthaus von Ahrenshoop zu sehen – die Ausstellung ist schlicht betitelt mit „Zeichnungen und Plastiken“.

Im lichtdurchfluteten Ausstellungsraum des Kunsthauses stehen die etwas zerbrechlich wirkenden Plastiken, so zum Beispiel „Balance“, die einen zerborstenen Männerkörper darstellt. Auch der „Ikarus“, ebenfalls aus Bronze gefertigt, scheint in Auflösung begriffen zu sein, ist aber in diesem Zustand fixiert.

Die schweren Bronzeplastiken stehen im starken Gegensatz zu den grafischen Arbeiten von Margret Middell. 25 davon sind in Ahrenshoop zu sehen, darunter auch einige aus der Folge „Zustandsbeschreibung“, die sich etwa in einem Motiv wie „Abschied“ niederschlagen.

Die innere Perspektive liefert die Künstlerin gleich dazu: „Alles in unserer Welt bewegt und verändert sich ständig und unaufhaltsam. Heute erscheint uns diese Bewegung schneller und rasanter als je zuvor. Wir versuchen uns anzupassen, zu widerstehen, zu fliehen – wie auch immer“, sagt Margret Middell. Sie setzt ihre Kunstwerke dagegen: „Ich versuche mit der Sprache der Bildhauerei, der Grafik, zu reagieren, Formen für Existentielles, für Daseinszustände, wie ich sie sehe, zu finden.“

Heute stehen Werke von Margret Middell in bekannten Sammlungen wie der Nationalgalerie Berlin oder der Skulpturensammlung in Dresden. Andere wiederum befinden sich in Sammlungen oder im öffentlichen Raum. „Margret Middell hat ihr Leben damit verbracht, den menschlichen Körper als Form zu durchdringen und zu verstehen. Das geschieht aus einer Haltung heraus, der Form als Ausdruck des Lebendigen gilt, wie es in der Natur manifestiert ist.“ Das sagt Katrin Arrieta, Künstlerische Leiterin im Kunstmuseum Ahrenshoop, über Margret Middell und ihre Arbeiten.

Denn hinter ihr liegt inzwischen auch ein langer Lebensweg. Die 1940 in Westpreußen geborene Künstlerin lebt heute in Glöwitz bei Barth. Über ihre Werke sagt die Künstlerin auch: „Fragmentarisches, aufgebrochene, ungewohnte Formen entstehen in diesem Arbeitsprozess, Zeichen für Gefährdung, für Schönheit.“

Margret Middell „Zeichnungen und Plastiken“, zu sehen im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop (Bernhard-

Seitz-Weg 3a), bis zum 3. Juli,

geöffnet mittwochs bis montags von 10 bis 17 Uhr

T. Czarkowski

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