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Kultur Zum Buch „Tyll“:
Nachrichten Kultur Zum Buch „Tyll“:
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00:00 18.10.2017

(42) beschreibt in seinem aktuellen Roman „Tyll“, wie der legendäre Till Eulenspiegel zum Gaukler wird und damit der Enge seines Dorfes entflieht.

Der Roman wirkt wie der Bericht eines fahrenden Bänkelsängers, der zwischen Faszination und Grauen zerrissen ist. Wie schon in seinem Erfolgsroman „Die Vermessung der Welt“ (2005) präsentiert der Autor seine Figuren als Kinder ihrer Zeit, im aktuellen Fall bildet der Dreißigjährige Krieg den historischen Hintergrund. Tyll, der Seiltänzer, muss im Angesicht von Hunger, Inquisition und Kriegsgräueln einen Drahtseilakt nach dem anderen meistern.

Detailliert beschreibt Kehlmann die Absurditäten von Aberglauben und Regeln, die das Leben im Mittelalter geprägt haben. So müssen ein Mädchen und ein Junge heiraten, weil sie ein Geschenk von ihm annimmt, und ein Müller wird als Hexer verurteilt – für den Besitz eines lateinischen Buches, das er nicht einmal lesen kann.

Tyll hingegen beansprucht für sich die Narrenfreiheit. Ihm begegnen eine Reihe historischer Figuren: Martin von Wolkenstein, der Nachfahre des berühmten Minnesängers, etwa oder Maria Stuarts Enkelin, die Shakespeare verehrt.

Kehlmann ist in Wien aufgewachsen. Er studierte Philosophie und Germanistik. In „Ruhm – Ein Roman in neun Geschichten“ (2009) verquickt er neun Episoden rund ums Thema Mediennutzung miteinander, Realität und Fiktion mischen sich.

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