Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Zwischen Pop-Ikonen und Rammstein- Ästhetik
Nachrichten Kultur Zwischen Pop-Ikonen und Rammstein- Ästhetik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 22.04.2016

„Ich bin sehr froh, dass ich die Fotos von Andreas Mühe hierherbekommen habe“, sagt Stephan Schrör von der Fresh Eggs Gallery aus Berlin. Die sechs großformatigen Aufnahmen, die Mühe von den Rammstein-Bandmitgliedern gemacht hat, füllen im Schweriner Marstall eine ganze Wand.

Zur Galerie
Fotografien, Skulpturen und Illustrationen: Eine Ausstellung im Schweriner Marstall zeigt Werke von sieben Künstlern.

Die OSTSEE-ZEITUNG verlost eine Druckgrafik vom Matthias Matthies und einen Gedichtband von Till Lindemann, beides handsigniert. Schreiben Sie an leseraktion@ostsee-zeitung.de oder an OSTSEE-ZEITUNG, Redaktionssekretariat, Richard-Wagner-Str. 1a, 18055 Rostock.

Gleich nebenan setzt sich das Rammstein-Thema sozusagen fort — und zwar in Gestalt von Plastiken, die Rammstein-Sänger Till Lindemann gefertigt hat. Die meist etwas morbid wirkenden Skulpturen spielen nicht nur mit den Themen Sex und Vergänglichkeit, sondern zeigen mit installierten Gummipenissen sehr deutlich, was hier Sache ist. Mit diesen kleinen wohlkalkulierten Schockeffekten spielt Lindemann auch ein wenig mit der Aufmerksamkeit des Kunstbetriebs.

Rammstein-Thema Nummer drei findet sich in den Grafiken von Matthias Matthies, der Künstler hat einen Gedichtband von Till Lindemann illustriert, hier ist ein Teil der Original-Grafiken mit Lindemann-Texten zu sehen.

„Wein/Weib/Gesang“ heißt die Gesamtschau, die vom 23. April bis zum 28. Mai im Schweriner Marstall zu sehen ist. Und Stephan Schrör hat sich für den großen Raum noch mehr ausgedacht. Es sind Aufnahmen der Fotografinnen Deborah Feingold, Claudia Weingart und Ilse Ruppert zu sehen. Das sind vor allem Fotos von Ikonen aus Rock und Pop — man schaut zum Beispiel in die Gesichter von Nina Hagen, James Brown oder Annette Humpe & Inga Humpe. Letzteres stammt von der amerikanischen Fotografin Deborah Feingold, die Pop-Größen vor der Linse hatte, von Bono über Robert Fripp zu Tom Verlaine. Ilse Ruppert ist in Deutschland mit Aufnahmen aus der Jugendkultur der Achtziger bekannt geworden, aus der Zeit stammt auch das Bild von Nina Hagen vor der Berliner Mauer.

Dann ist da noch eine Ausstellung innerhalb der Ausstellung. In diesem Bereich stellt die Schweriner Filmland GmbH aus. Im abgegrenzten Bereich sind zunächst Illustrationen der belgischen Künstlerin Judith Vanistendael zu sehen, die mit ihren Graphic-Novels bekannt geworden ist. Belgien ist Gastland des diesjährigen Schweriner Filmfestes. Weiterhin sind auch Fotografien von Erika Rabau ausgestellt. Sie war viele Jahre die Festivalfotografin der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Weil Erika Rabau am 10. April 2016 verstorben ist, ist diese Fotoschau von der Schweriner Filmland Gmbh eine posthume Ehrung der Fotografin und wurde mit „In memoriam Erika Rabau“ betitelt.

„Wein/Weib/Gesang“ im Schweriner Marstall (Werderstraße 124), 23. April bis 28. Mai; dienstags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet, Eintritt 2 €

Von Thorsten Czarkowski

Es ist ein Rennen gegen die Zeit: Die Berliner Akademie der Künste will das Filmerbe von Bertolt Brecht retten.

22.04.2016

Viele Organisationen wollen das Landesfest in Güstrow nutzen, um Nachwuchs zu werben / Drei Tage lang wird in der Barlachstadt gefeiert

22.04.2016

William Shakespeares (1564-1616) Werke gehören zu den bedeutendsten der Weltliteratur: Komödien wie „Ein Sommernachtstraum“, Tragödien wie „Romeo und Julia“, „Macbeth“ ...

22.04.2016
Anzeige