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22-Jähriger gesteht Brandstiftung

Schwerin 22-Jähriger gesteht Brandstiftung

Schweriner Laufhalle ging 2012 in Flammen auf. Urteil ist im Oktober avisiert.

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Der 22-jährige Angeklagte Conrad L. gesteht.

Quelle: Cornelius Kettler

Schwerin. Im Prozess um den verheerenden Brand der Schweriner Laufhalle hat der Angeklagte die Tat gestanden. Rund vier Monate nach Prozessbeginn am Landgericht legte der 22-Jährige aus Schwerin gestern eine handgeschriebene Erklärung vor. Darin räumt er ein, das Feuer gelegt zu haben, nennt aber kein Motiv. Der Brand hatte die Trainingsstätte des Schweriner Olympiastützpunktes völlig zerstört.

Der Mann, der seit Oktober in Untersuchungshaft sitzt, hatte die Tat bei Polizeivernehmungen bestritten und vor Gericht geschwiegen. Beim Feuer am 24. März 2012 war ein Schaden von rund drei Millionen Euro entstanden. Die Halle musste abgerissen werden. Sie wird nun an anderer Stelle auf dem Gelände neu aufgebaut. Die Kosten von 3,5 Millionen Euro trägt zum Großteil die Versicherung.

Der Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft am Morgen des Tattages nach einem Discobesuch in die nahe gelegene Halle eingestiegen sein und eine Kunststoffmatte der Stabhochsprunganlage angesteckt haben. Das Feuer griff auf das gesamte Gebäude über. Zum Zeitpunkt des Brandes hielten sich auch mehrere Sportler in der Halle auf. Sie blieben unverletzt.

Er habe in der Nacht vor der Tat unter anderem Alkohol und Cannabis konsumiert, hieß es in der Erklärung des Angeklagten, die sein Verteidiger vorlas. Warum er überhaupt in die Halle gegangen sei und an der Matte gekokelt habe, könne er sich heute nicht mehr erklären. Das Feuer habe sich rasch ausgebreitet, er sei dann in Panik geraten und geflohen.

Die auf einen Wert von rund 9000 Euro geschätzte Stabhochsprunganlage war erst wenige Tage zuvor angeschafft und in der Halle zwischengelagert worden, sagte Gerd Wessig, Hochsprung-Olympiasieger von 1980 und Berater für Sporteinrichtungen, als Zeuge. Vizeweltmeisterin Martina Strutz sollte seinen Angaben nach beste Trainingsbedingungen bei der Olympia-Vorbereitung geboten werden. Die neue Laufhalle im Schweriner Olympia-Stützpunkt wird im Frühjahr 2014 den Leichtathleten übergeben, hieß es.

Nach dem Geständnis will das Gericht den Prozess abkürzen und auf die Ladung mehrerer Zeugen verzichten. Mit einem Urteil wird für Mitte Oktober gerechnet.

 

OZ

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