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380 Liter Farbe fürs Gesicht der „Perla“

Rostock/Nagasaki 380 Liter Farbe fürs Gesicht der „Perla“

Bau des neuen Aida-Kreuzfahrtschiffes geht in die Endphase / Maschinentests in Japan starten

Rostock/Nagasaki. . Da strahlen sie wieder, die roten Lippen im Fernen Osten: Die „Aidaperla“ hat in der Mitsubishi-Werft Nagasaki ihren Kussmund erhalten. Damit nähert sich der zweite Japan-Neubau der Rostocker Reederei Aida Cruises allmählich der Fertigstellung. Ab September 2017 soll das Kreuzfahrtschiff Häfen im Mittelmeer ansteuern.

Das Dock, in dem sich der 169 Meter lange Neubau befindet, ist bereits mit Wasser gefüllt worden, berichtet Pressesprecherin Nadine Maraschi. Damit seien Maschinentests möglich. Für die wurden sogenannte „Null-Schub-Propeller“ angebaut. Die laufen wie später die richtigen Schrauben, erzeugen jedoch keinen Schub, also keine Vorwärtsbewegung. Bereits Mitte September wurde der erste Maschinenstart vollzogen. Seit Oktober laufen darüber hinaus alle vier Hauptmaschinen, inklusive der Maschine mit LNG-Anschluss, also für Flüssigerdgas, ergänzt Nadine Maraschi.

Wie beim Schwesterschiff „Prima“ sind auch Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern am Mega-Bauprojekt im Fernen Osten beteiligt, unter anderem die Rostocker Firmen Caterpillar und die MET GmbH. Während Letztere Motoren-Energietechnik liefert, stellt Caterpillar die Motoren wie auch die Dual-Fuel-Motoren her. Die sind ausgelegt auf optimierten Kraftstoffverbrauch und geringe Abgasemissionen. Die Motoren können mit Diesel oder Gas betrieben werden.

Aktuell sind etwa ein Dutzend Mitarbeiter von Aida Cruises in Nagasaki. Darunter Architekten, die den Bau der öffentlichen Bereiche überwachen. Auch Crew-Mitglieder sind schon vor Ort und zwar jene, die für Kabinen, Elektrik, Maschine und alle Sicherheitssysteme zuständig sind. Ihre Anzahl erhöht sich ab Januar kontinuierlich, da ab dann immer mehr Anlagen und Bereiche, wie beispielsweise die Passagierkabinen, von der Aida- Crew überprüft, getestet und übernommen werden. Bereits ab Montag sollen mehrere hundert Besatzungs- und Passagierkabinen inspiziert werden. Auch gemalert wird fleißig: Die roten Lippen, das Markenzeichen der Kussmund-Flotte, erstrecken sich über 152 Quadratmeter. Hinzu kommen auf der Steuerbord- und Backbordseite zwei Augen mit jeweils 218 m² und Wellen mit 328 m². Insgesamt werden dafür 380 Liter Farbe in elf Tönen auf den Schiffsrumpf gemalt.

Die „Perla“ ist das 12. Kreuzfahrtschiff der Reederei Aida Cruises. Optisch unterscheidet sie sich vor allem in der Dekoration der öffentlichen Bereiche von ihrer baugleichen Schwester „Prima“.

Außerdem wurden die technischen Bordsysteme weiterentwickelt.

Die „Prima“ ist seit Mai dieses Jahres das neue Flaggschiff von Aida Cruises und steuert seither große Metropolen an der Nordsee an. 2011 wurden beide Schiffe in Japan bestellt – für insgesamt 910 Millionen Euro. Die Mitsubishi-Werft, die bis dahin keine Erfahrungen im Kreuzfahrt-Bau hatte, ist mit dem Doppelauftrag in finanzielle Schieflage geraten. Bisher hat sie einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro verbucht. Auch der Zeitplan konnte nicht eingehalten werden. Eigentlich sollte die „Perla“ schon in diesem Jahr fahren.

Kerstin Schröder

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