Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell 50 Anrufe zum Rostocker Mordfall
Nachrichten MV aktuell 50 Anrufe zum Rostocker Mordfall
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 16.01.2015
Anja Lutter wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Quelle: Polizei

Der Mord an der 20-jährigen Anja Lutter aus Dummerstorf bei Rostock vor 22 Jahren war der erste Fall, der am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...

ungelöst“ nachgestellt wurde. 16 Anrufe erreichten die Polizei noch am gleichen Abend, bis gestern waren es 50. „Es sind Hinweise dabei, die wir nun genau prüfen“, so Isabel Wenzel, Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock.

So hatte sich auch eine Frau bei Kriminalhauptkommissar Andreas Seifert im Studio in München gemeldet, die vorgab, dem Opfer ähnlich gesehen zu haben und beim Trampen an gleicher Stelle in Rostock einem Trabi-Fahrer begegnet und sexuell belästigt worden zu sein. Denn das ist die letzte bekannte Station von Anja Lutter: Nach dem Besuch des Abendgymnasiums in Rostock war sie am 24. November 1992 in der Neubrandenburger Straße von einem Zeugen gesehen worden, als sie mit dem Fahrer eines Trabant 601 sprach. Seitdem wurde das Mädchen vermisst, bis ihre Leiche am 23. März 1993 mit einem Gürtel gefesselt in der Conventer Niederung bei Börgerende (Kreis Rostock) gefunden wurde. Ihr Mörder ist bis heute nicht gefasst. Dieser Fall ist einer von zwei ungeklärten Morden der Rostocker Kriminalpolizei. Die Ermittler suchen ebenso den Mörder der Krankenschwester Christin M. (36) aus Sandhagen (Kreis Rostock), die im Juli 2007 auf dem Heimweg mit dem Rad im Wald bei Biendorf brutal niedergeschlagen wurde. Auch dieser Fall wurde in einer Aktenzeichen-Sendung ausgestrahlt — im November 2007, aber ohne eine heiße Spur.

Im Fall Anja Lutter wurde die Sendung zuvor mit der Familie des Opfers besprochen. „Ich durfte das Drehbuch einsehen. Einwände von uns wurden berücksichtigt“, sagt die Mutter Helga Lutter. In der XY-Sendung setzte die Polizei vor allem auf ein Rad, das in der Nähe der Leiche entdeckt wurde. Es war ein grünes 26er-Damenrad von Mifa mit einem auffälligen Aufkleber am Rahmen: „Rat der Stadt, Abteilung Volksbildung“. D. Kesselring



OZ

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs bekommen rund 6000 zumeist russische Kriegsopfer in Neubrandenburg wieder Namen.

16.01.2015

Acht Gegenveranstaltungen mit 2500 Teilnehmern sind bereits angemeldet.

16.01.2015

Vier Jahre nach der Massenkarambolage auf der A 19 begann gestern der Prozess gegen eine Brandenburgerin. Sie soll Schuld am Tod eines Ehepaars aus Bad Doberan haben.

16.01.2015
Anzeige