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MV aktuell 60 Skelette aus Pestzeit entdeckt
Nachrichten MV aktuell 60 Skelette aus Pestzeit entdeckt
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00:00 30.06.2016

Nach dem Skandal um wertvolle, vom Schimmel befallene Bücher in Stralsund hat die Sanierung des früheren Archivgebäudes der Welterbestadt begonnen. Derzeit werden erste Sicherungsmaßnahmen am mittelalterlichen Johanniskloster durchgeführt, wie Bauleiterin Petra Kottke gestern sagte. Parallel dazu starteten die Arbeiten für ein rund vier Millionen Euro teures Zentraldepot, in dem künftig die Archivalien untergebracht werden.

Eine Flut an archäologischen Funden wurde dabei erstmals öffentlich vorgestellt. Dazu gehören etwa 60 entdeckte Skelette und Skelettteile. Dr. Heiko Schäfer vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege ist sicher, dass es sich dabei um Opfer der Pestzeit um 1710/11 in Stralsund handelt.

Die Leichen sind vermutlich im damaligen Armenhaus der Stadt, das sich im 18. Jahrhundert in der Klosteranlage befand, beerdigt worden. Darauf weise nicht nur die große Anzahl menschlicher Überreste im Schmeerhof hin, die dort regelrecht „gestapelt“ gelegen hätten, sondern auch die Art der Begräbnisse. Auch beigelegte Münzen von 1698 und 1707 würden seine These stützen. Insgesamt wurden etwa 200 Geldstücke aus verschiedenen Epochen entdeckt. Das im 13. Jahrhundert erbaute Johanniskloster wurde seit 1963 als Stadtarchiv genutzt. 2012 wurde bekannt, dass ein Großteil der dort verwahrten Archivalien von Schimmel befallen war. Marlies Walther

OZ

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