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80 Millionen! Bund spendiert Wismar Ausbau des Hafens

Berlin 80 Millionen! Bund spendiert Wismar Ausbau des Hafens

Die Zufahrt soll für größere Schiffe auf 11,50 Meter Tiefe ausgebaggert werden

Berlin. Ausbau der Häfen in Wismar und Rostock, Umgehungsstraßen für Bergen auf Rügen und Wolgast: Die Bundesregierung will in den kommenden 15 Jahren mehr als 700 Millionen Euro in neue Straßen, Schienen und bessere Schifffahrtswege in Mecklenburg-Vorpommern investieren. Das geht aus dem neuen Bundesverkehrswegeplan hervor, den Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) heute in Berlin offiziell vorstellen wird. Insgesamt stehen auf der Liste 21 Projekte aus MV. Das erfuhr die OZ vorab aus Regierungskreisen.

 

OZ-Bild

Der Bund legt einen großen Schwerpunkt auf den Ausbau der Seehäfen.“Eckhardt Rehberg (CDU), Bundestagsabgeordneter

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Gute Nachrichten gibt es für Wismar: Hier will der Bund die Zufahrt zum Hafen ausbaggern — auf 11,5 Meter Tiefe. Kosten: 80 Millionen Euro. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) sagt: „Die Ausbaggerung der Fahrrinne ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Entwicklung des Hafens und der Wirtschaft in der gesamten Region. Eine solche Entscheidung für Wismar wäre das große Los für die Stadt.“

Ähnlich gute Nachrichten gibt es für Rostock: Seit Jahren kämpfen Stadt, Land und die Hafen- Gesellschaft Hero für einen Ausbau des so genannten Seekanals. Bis spätestens 2030 will der Bund nun die Zufahrt zum Seehafen von bisher 14,5 auf 16,5 Meter Tiefe ausbaggern. Mit rund 100 Millionen Euro Baukosten ist dies das teuerste Verkehrsprojekt in MV. Dass Dobrindt das Vorhaben offiziell in die Planungen aufnimmt — für den Chef der CDU-Landesgruppe im Bundestag, Eckhardt Rehberg, gibt es daran kaum einen Zweifel: „Der Seekanal hat herausragende Bedeutung — nicht nur für MV. Der Bund legt einen Schwerpunkt auf den Ausbau der Häfen.“

Beim Projekt „Seekanal“ stimme auch die Kosten-Nutzen-Rechnung. Soll heißen: Weil nach dem Ausbau größere Schiffe in Rostock anlegen können, werde auch der Umschlag steigen. Das bringe Geld und sichere Arbeitsplätze im Land.

Nach OZ-Informationen will der Bund zudem rund 500 Millionen Euro in neue Straßen im Nordosten investieren. Zu den wichtigsten Projekten zählen der Weiterbau der Autobahn 14 bei Ludwigslust und der zweite Bauabschnitt der neuen B 96 zwischen Samtens und Bergen auf Rügen. Die Insel-Hauptstadt soll zudem eine Ortsumgehung bekommem. Für die neue Trasse der B 196 plant der Bund 16,1 Millionen Euro ein. Sogar 94,5 Millionen Euro soll der Bau der neuen Ortsumgehung für Wolgast kosten. Mit Baukosten in Höhe von 35 Millionen Euro rechnet die Bundesregierung beim ebenfalls geplanten Bau einer Umgehung der B 105 für Mönchhagen und Rövershagen.

Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD) wollte sich gestern zu den Projekten nicht äußern. Dem Land liege noch keine Liste vor. Pegel werde erst heute Abend von Dobrindt informiert, sagt Ministeriumssprecher Steffen Wehner. Das Land hatte insgesamt allein 34 Straßenbau-Vorhaben in Berlin vorgeschlagen. 21 haben es in den Plan geschafft. Deutschlandweit will der Bund 49,5 Milliarden Euro für neue Straßen ausgeben.

Von Andreas Meyer

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