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91-Jähriger löst Rätsel um Greifswalder Granaten

Greifswald 91-Jähriger löst Rätsel um Greifswalder Granaten

Das Rätsel um Munitionsreste in Greifswald ist gelüftet. Experten des Munitionszerlegungsbetriebs Mellenthin (Usedom) hatten dort am Donnerstag 98 Mörsergranaten geborgen.

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Werner Nikolay (91) zeigt ein Modell der Focke Wulf 190, für die er im Zweiten Weltkrieg als Techniker verantwortlich war.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Das Rätsel um Munitionsreste in Greifswald ist gelüftet. Experten des Munitionszerlegungsbetriebs Mellenthin (Usedom) hatten dort am Donnerstag 98 Mörsergranaten geborgen. Sie stammten aus dem Zweiten Weltkrieg und waren auf dem Areal verschüttet worden. Die Munition war nicht mehr scharf. Gestern meldete sich Werner Nikolay (91) bei der OSTSEE-ZEITUNG. „Ich habe auf dem Gelände kurz nach dem Krieg für eine Firma gearbeitet. Uns wurde auch Munitionsschrott geliefert“, erzählt er. Aus dem Material fertigten Nikolay und seine Kollegen Herdplatten oder Teile für Schiffsmotoren. Dazu wurde sogenannter Grauguss hergestellt. Dafür wurden Granaten und Kriegsschrott in zwei Schachtöfen eingeschmolzen. „Es war schon ein komisches Gefühl, mit Munition zu hantieren. Auch wenn die Zünder fehlten“, sagt der frühere Maschinenbauingenieur. Woher der Kriegsschrott stammte, wisse er nicht.

 



OZ

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