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MV aktuell A 20 sackt weiter ab: Vollsperrung droht
Nachrichten MV aktuell A 20 sackt weiter ab: Vollsperrung droht
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19:26 20.10.2017
Vor einigen Tagen war das Loch auf der A 20 im Schnitt nur 2,5 Meter tief, inzwischen sollen es 6 Meter sein. Quelle: Frank Hormann/nordlicht
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Tribsees

Die A 20 könnte wegen des Abbruchs bei Tribsees schon bald komplett gesperrt werden müssen. Der Leiter des Bereichs Autobahnen beim Landesamt für Straßenbau MV, Ronald Normann, sagte am Freitag im NDR, es sei nur eine Frage der Zeit, bis auch die Fahrbahn in Richtung Stettin wegbreche.

Bislang ist nur die Fahrbahn in Richtung Rostock betroffen. Sie musste gesperrt werden, nachdem der Damm abgerutscht war und einen Teil der Straße mitgerissen hatte. Das betroffene Teilstück ist inzwischen rund 60 Meter lang und zehn Meter breit. Laut NDR soll das Loch in den letzten Tagen noch größer geworden und nun bis zu sechs Meter tief sein. Das bestätigte allerdings das Schweriner Verkehrsministerium am Freitag auf OZ-Nachfrage nicht.

Normann sagte, es sei abzusehen, dass in Richtung Stettin das gleiche Schadensbild entstehe. „Die Entwicklung wird so sein, dass wir diesen Straßendamm in der Form nicht halten.“ Es sei nicht mehr lange zu vertreten, die Straße offenzuhalten: „Das Ereignis wird eintreten“, so der Experte. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sagte dagegen, die A 20 halte sich stabiler, als ihm Fachleute vor zehn Tagen prognostiziert hätten. Sollte die A 20 tatsächlich voll gesperrt werden müssen, dürfte sich die ohnehin schon schwierige Umleitungssituation noch zuspitzen.

Am Freitag traf sich Pegel in Anklam mit Wirtschaftsvertretern sowie mit Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann, um über die Folgen des A-20-Debakels zu sprechen. „Wir wissen, dass die Sperrung schwerwiegende Auswirkungen für den Verkehr und für die Unternehmen hat, vor allem bei uns hier in Vorpommern“, sagte Dahlemann.

Karolin Hebben

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