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MV aktuell „Achte auf dein Gefühl!“
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00:00 24.03.2017
Rostock

. „Achte auf dein Gefühl! Du entscheidest, was gut für dich ist!“ Das sind die wichtigsten Thesen von Felix Klemme. Der 36-Jährige aus Bonn ist einer der angesagtesten Ernährungsberater, Sport- und Life-Coaches in Deutschland. „Die Diättester“, „Extrem schwer – mein Weg in ein neues Leben“ oder „Meine Eltern, ihre Kilos und ich“ auf RTL 2 machten ihn einem Massenpublikum bekannt. Gestern war er zu Gast im rappelvollen Rostocker Medienhaus der OSTSEE-ZEITUNG.

Genug Schlaf, gesunde Ernährung, tägliche Bewegung – eigentlich wüssten wir alle, wie man sich fit hält. Dennoch hat Klemme der Ratgeberbücher-Flut einen weiteren Band hinzugefügt: Anfang März erschien sein mittlerweile drittes Buch „Natürlich fit“. Kernaussage: Es sei nicht notwendig, sich nach einem langen Arbeitstag im Büro am Abend noch in ein stickiges Fitnessstudio zu quälen.

Natürlich könne man hier Sport machen, messbare, abrechenbare Fortschritte erzielen wie Gewichtsreduktion, verbrannte Kalorien, Muskelumfang. Besser jedoch sei es, Übungen in der freien Natur zu machen.

Die Vorteile des sogenannten Outdoor-Gym lägen auf der Hand, meint Klemme: frische Luft, Vogelgezwitscher, soziale Kontakte, Entspannung. Die Trainingsgeräte: Steine, Bäume, Äste, Medizinbälle.

„Inspiriert von den alten Trimm-dich-Pfaden.“

„Und wie viel Bewegung brauchen wir insgesamt?“, will Martin Steinbrecher aus dem Publikum wissen: 12000 bis 15000 Schritte täglich sollten es schon sein, empfiehlt Klemme. „Unsere Körper sind nicht für Stillstand gemacht – wir sollten laufen, den Garten umgraben. Und Strecken unter einem Kilometer keinesfalls mit dem Auto zurücklegen.“

Und was könne man „am Ostseestrand für die Fitness tun?“, fragt Alexander Loew aus der OZ-Chefredaktion, der kurzweilig durch den unterhaltsamen Abend führte. Der Strand sei ein idealer Trainingsplatz, meint Klemme: Und rät: „Laufen, kurze Sprints, Partnerübungen. Oder Liegestütze, und dann jeweils den Sand unter sich wegschieben.“

Generell gehörten Liegestütze zu den empfehlenswerten Übungen, antwortet er auf eine Frage von Kerstin Pfletscher aus dem Publikum: „Und dann vielleicht noch aus der Bauchlage – auf die Unterarme aufgestützt – jeweils die Beine anheben, und dann Kniebeuge.“ Unnötig für ein gesundes Leben seien dagegen elektrische Muskelstimulationen, teure Eiweißdrinks, fettreduzierte Nahrungsmittel und strikte Diäten.

Überhaupt, das Essen: Er habe – in Rostock angekommen – erstmal fetten Hering gegessen. „Und ich hatte ein gutes Gewissen!“ Denn: „Fett ist nicht immer schlecht! Schlecht ist es, wenn wir zu viel Gummibärchen essen.“ Zu viel Zucker mache nicht nur dick, sondern auch hyperaktiv. „Kinder, die unentwegt zappeln, trinken vielleicht einfach zu viel süßen Bananensaft.“ Warnung auch vor Trockenfrüchten: „Zu viel Fruchtzucker!“

Stattdessen empfiehlt Klemme, es ihm nachzutun und einige Wochen auf „Zack“ zu verzichten: Zucker, Alkohol, Chemie und Koffein. Besonders der Kaffee-Verzicht sei für ihn am Anfang ein Problem gewesen – „doch am Ende habe ich mich großartig gefühlt“. Und genau darauf komme es schließlich an.

Thomas Luczak

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