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MV aktuell Achtung Anfänger: Ab heute sind 13 200 Erstklässler unterwegs
Nachrichten MV aktuell Achtung Anfänger: Ab heute sind 13 200 Erstklässler unterwegs
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06:33 25.08.2014
Bei den Ausfallstunden ist eine grundlegende Besserung noch nicht erreicht worden.“Claudia Metz, Elternrat Quelle: Lovis Krüger
Schwerin

Für gut 138 000 Schüler beginnt heute in Mecklenburg-Vorpommern das neue Schuljahr. Darunter sind 13 200 Schulanfänger, die am Sonnabend feierlich eingeschult worden sind.

Weil sie sich nun aber erst an den täglichen Schulweg gewöhnen müssen, appellieren Politiker, Polizei und Verbände an Autofahrer, größte Vorsicht walten zu lassen.

Erfahrungsgemäß dauere es lange, bis Kinder die Regeln und Gefahren im Straßenverkehr wirklich kennen, erklärt Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Deshalb sollten Fahrzeugführer jetzt besonders vorausschauend und rücksichtsvoll fahren. „Die Landespolizei wird in der ersten Schulwoche verstärkt vor Schulen und auf Schulwegen kontrollieren.“

Seine Sorge scheint begründet. In jedem Jahr verunglücken Erstklässler auf dem Schulweg. Nach Erhebungen des Innenministeriums gab es im Jahr 2013 ein schwer und acht leicht verletzte Kinder. In den beiden Jahren davor hatte die Zahl der auf dem Schulweg schwer verletzten Erstklässler mit drei und vier noch höher gelegen.

Dennoch raten das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verkehrsclub Deutschland VCD gemeinsam davon ab, die Kinder täglich mit dem Auto zur Schule zu bringen. Um Gefahren auf dem Schulweg zu vermeiden, sollten Eltern gemeinsam mit den Kindern einen sicheren Weg festlegen und einüben. Der kürzeste Weg sei dabei häufig nicht auch der sicherste. Dort wo das „Elterntaxi“ durch lange Schulwege und fehlende Schulbusse nicht gänzlich zu vermeiden sei, sollten Fahrgemeinschaften gegründet werden, hieß es. Das verringere das Verkehrsaufkommen vor den Schulen und schaffe so mehr Sicherheit.

Für ältere Schüler bringt das nun beginnende Schuljahr wenig Neues. Das Abitur wird ungeachtet bundesweiter Debatten weiterhin regulär nach zwölf Schuljahren abgelegt. Strukturelle Änderungen oder Schulschließungen sind laut Bildungsministerium nicht geplant. Laut Statistik bleibt es landesweit bei knapp 570 Schulen, jede siebte hat einen privaten Träger.

Dennoch gibt es Veränderungen: Das Nachmittagsangebot für Schüler an Ganztagsschulen soll spürbar verbessert werden. Vereine, Verbände und Institutionen können fortan Sport-, Kultur-, Bildungs- und Umweltkurse anbieten. Dafür stehen nach Angaben des Bildungsministeriums in Schwerin 18 Millionen Euro bereit.

Die Vorsitzende des Landeselternrats, Claudia Metz, begrüßt diese Öffnung, mahnt aber Augenmaß an. So dürften die Zusatzangebote nicht zu einer Verlängerung des Schultags führen. „Gerade in ländlichen Regionen haben viele Kinder oft noch einen langen Nachhauseweg vor sich“, begründet sie ihre Forderung. Zudem müsse verhindert werden, dass Sachkostenzuschüsse der Eltern für Arbeitsgemeinschaften ausufern. „Wer zwei, drei Kinder in der Schule hat, ist schnell im dreistelligen Bereich“.

Ein großer Wunsch der Eltern sei es, dass die Zahl der Ausfallstunden verringert wird. „Da hat der Bildungsminister mit der Einstellung von zusätzlichen Vertretungslehrern den Hebel ja schon angesetzt.“ Aber die Erfahrung aus dem letzten Schuljahr zeige, dass eine grundlegende Besserung noch nicht erreicht wurde, sagt Metz.

Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte einräumen müssen, dass trotz der im Schuljahr 2013/2014 eingesetzten 732 Vertretungslehrer und Seiteneinsteiger der Unterrichtsausfall mit 2,1 Prozent nicht geringer ausgefallen war als im Schuljahr davor. In diesem Jahr stünden für die Beschäftigung von Vertretungs- und Aushilfskräften erneut 7,8 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus seien jährlich fünf Millionen Euro für ein Vertretungslehrerprogramm eingeplant.

Brodkorb rechnet mit einem weitgehend reibungslosen Schulstart. Das Land habe mit 540 Lehrern so viele neue Pädagogen eingestellt wie nie zuvor. Die hohe Zahl von Neueinstellungen gehe auch auf das 50-Millionen-Euro-Paket der Regierung für Qualitätsverbesserungen zurück. Davon profitiere massiv auch die Lehrerschaft. Etwa 2000 erfahrene Lehrer bekämen nach Beförderungen nun monatlich bis zu 500 Euro mehr. Knapp 1000 junge Pädagogen wurden verbeamtet.



Frank Pfaff

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