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MV aktuell Ätzender Nachbarschaftsstreit
Nachrichten MV aktuell Ätzender Nachbarschaftsstreit
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00:10 20.09.2016

Hinterhältiger Anschlag: Ein bereits lange Zeit vor sich hin schwelender Nachbarschaftsstreit in Tribsees (Vorpommern-Rügen) löste am Sonntag einen Großeinsatz von Polizeibeamten, Rettungssanitätern und Feuerwehrleuten aus. Zuvor wurden mehrere Menschen durch die Dämpfe einer ätzenden Flüssigkeit leicht verletzt. Gegen eine 72-jährige Frau wurde eine Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung aufgenommen.

Die 72-Jährige und ihre Nachbarn würden schon seit Längerem im Streit liegen, erklärt Carolin Radloff vom Polizeipräsidium Neubrandenburg. Am Sonntag sei die Auseinandersetzung nach einem verbalen Streit am Gartenzaun jedoch eskaliert. Eine 53-jährige Frau gab bei der Polizei an, dass ihre 72-jährige Nachbarin eine unbekannte Flüssigkeit über den Zaun geträufelt hat, die sofort einen beißenden Gestank verbreitete. Die 53-Jährige erlitt durch die Ausdünstungen in einem beißenden Gestank eine allergische Reaktion und eine Reizung der Atemwege. Auch die eingesetzten Polizeibeamten litten unter Atemwegsreizungen.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der Flüssigkeit um Buttersäure handelte. In einer Befragung bestätigte die 72-jährige Nachbarin, Buttersäure zu besitzen. Sie beteuerte aber, die ätzende Flüssigkeit nur gegen Wühlmäuse einzusetzen. Das 53-jährige Opfer der Attacke musste mit Verdacht auf Atemwegsverätzung ins Krankenhaus gebracht werden.

Dieser Streit ist nur ein Beispiel für den Zoff, den es zwischen vielen Nachbarn in Mecklenburg-Vorpommern gibt. Etwa jeden dritten Haushalt betrifft dies im Nordosten. Am häufigsten wird um laute Musikanlagen und Fernsehgeräte gestritten. Nicht immer bleibt es dann bei verbalen Auseinandersetzungen. Einige Beispiele: In Altefähr auf Rügen schlug im Sommer letzten Jahres ein 71-Jähriger seinem Nachbarn (51) ins Gesicht und bedrohte ihn anschließend mit einer Machete. Auslöser war laut Polizei ein Streit über die Grundstücksgrenze. Im Jahr 2014 hatte ein Rentner in Neubrandenburg dem Sohn einer Nachbarin ein Messer in den Bauch gerammt. Zuvor soll es Zank um chemische Experimente des Rentners gegeben haben. bs

OZ

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