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MV aktuell AfD wählt Landesspitze neu – Rechtsausleger im Gespräch
Nachrichten MV aktuell AfD wählt Landesspitze neu – Rechtsausleger im Gespräch
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00:00 11.11.2017
Gägelow

Einen turbulenten Parteitag erwarten AfD-Mitglieder am Sonntag in Gägelow. Es werde damit gerechnet, dass es einen Vorstoß des rechten Flügels bei der Wahl des neuen Landesvorstands gibt, ist zu hören. Auch Namen fallen: Dennis Augustin, Rechtausleger der AfD aus Ludwigslust, kandidiere für eines der beiden Sprecher-Ämter. Darüber hinaus werde mit einem Auftritt von Holger Arppe aus Rostock gerechnet, der Ende August wegen Internet-Chats mit gewaltverherrlichenden und pädophilen Inhalten in die Kritik geriet. Man rechne damit, dass „Arppe gegen Holm als Landessprecher“ antritt, heißt es aus AfD-Kreisen.

Gegen Arppe läuft ein Parteiausschlussverfahren. Er hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe zu den Internetchats die Landtagsfraktion verlassen, nicht aber die Partei. Leif-Erik Holm aus Schwerin hat bereits erklärt, wieder für einen Sprecherposten kandidieren zu wollen. Dies gilt auch für Enrico Komning, Neubrandenburg, der jetzt wie Holm im Bundestag sitzt. Der frühere AfD-Co-Sprecher Bernhard Wildt, Rügen, hat mit anderen Mitgliedern die Partei verlassen.

Ob Arppe wirklich antritt, ist unklar. Gestern bestätigte er aber, „dass ich am Parteitag teilnehmen will“. Auch Petra Federau aus Schwerin werden Ambitionen nachgesagt – unbestätigt. Sie wurde von einer Mehrheit der Parteimitglieder 2016 vor der Landtagswahl wieder von der Landesliste gewählt. Grund: Federau hatte verschwiegen, dass sie früher für einen dubiosen Escort-Service im arabischen Raum gearbeitet hat.

Beim Parteitag soll die Landes-AfD auch auf die Kommunalwahlen eingeschworen werden, erklärt Holm. Der Anspruch der Partei, „bürgerlich-konservative Volkspartei zu sein“, solle flächendeckend verwirklicht werden. Für den neuen Landesvorstand kandidieren nach OZ-Informationen Gunter Jess, Greifswald, als neuer Schatzmeister und Landtagsfraktionschef Nikolaus Kramer, Greifswald, als Beisitzer.

fp

/Rostock. Schwere Vorwürfe gegen einen 29-jährigen Bundeswehrsoldaten: Er soll zwei Soldatinnen auf einem Truppenübungsplatz in Todendorf (Schleswig-Holstein) sexuell missbraucht haben.

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