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MV aktuell Alles Walzer: Klassische Tänze wieder angesagt
Nachrichten MV aktuell Alles Walzer: Klassische Tänze wieder angesagt
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00:01 15.10.2016

Eins, zwei, tipp: Discofox, der Klassiker auf Hochzeiten und Geburtstagen, reicht vielen nicht mehr aus. Die Tanzschule als angestaubte Pflichtveranstaltung auf dem Weg zum Schulabschluss – das war einmal. Zahlreiche neue Kursangebote wie musikalische Früherziehung oder Videoclip-Tanzen bescheren den Tanzschulen in Mecklenburg-Vorpommern viel Zulauf, wie der Vizepräsident des Verbands der Tanzschulinhaber „Swinging World“, Alexander Cristian, sagt. Es gebe praktisch keine arbeitslosen Tanzlehrer bundesweit.

Das bestätigt auch Kristin Rennack von der Neubrandenburger Tanzschule „Dance Department“. „Wir könnten noch viel mehr machen und mehr Kurse anbieten, wenn es mehr Personal geben würde“, sagt sie.

Dennoch: Im Nordosten verzeichnet der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) mit Sitz in Hamburg gerade einmal zehn Mitglieder – vier von ihnen sind auch Tanzschulinhaber. Zudem gibt es einen Auszubildenden. Zum Vergleich: Bundesweit sind etwa 2850 ADTV-Tanzlehrer aktiv. „Mecklenburg-Vorpommern ist bisher eher keine Hochburg für Tanzlehrer gewesen“, bestätigt Verbands-Geschäftsführer Kersten König. Die Zahlen seien in den vergangenen Jahren auch konstant geblieben. In Zukunft könnte sich das jedoch ändern. Denn Tanzkurse werden generationenübergreifend zunehmend beliebter.

Insgesamt gebe es den Trend, wieder klassische Tanzstile zu erlernen und weniger Modetänze, sagte Wolfgang Wollgast, der in Bad Doberan und Wismar Filialen seiner Lübecker Tanzschule betreibt.

Dauerbrenner sei aber der Discofox.

Auch in der Tanzschule Geipelt in Rostock ist jeder Kurs gut besucht. Die Stile hätten sich in den vergangenen Jahren dabei nicht gravierend verändert. „Es sind immer noch die Klassiker wie Langsamer Walzer, Wiener Walzer und Discofox bei den Kursteilnehmern beliebt“, sagt Steffi Geipelt. Auch exotische Tänze wie Rumba, Cha-Cha-Cha, Bachata und Salsa ziehen Schüler an. Das Alter der Tänzer sei dabei Nebensache. Besucht werden ihre Kurse von Babys, Kindern, Erwachsenen. „Alles was mit Sport und Tanzen zu tun hat, macht Spaß. Wir beginnen schon bei den Allerkleinsten mit drei Monaten“, sagt die Tanzlehrerin. Durch die Konzentration beim Tanzen würden Kreativität und Koordination gefördert. „Das ist auch für ältere Menschen empfehlenswert.“ Und: „Tanzen hilft gegen Alltagsstress und ist förderlich für die Gesundheit im Allgemeinen.“ Davon ist Steffi Geipelt überzeugt. Langes Sitzen mache zum Beispiel die Wirbelsäule krumm. „Beim Tanzen muss man sich aber, um gut führen zu können, aufrichten. Das trainiert die Muskeln des Halteapparats, aber auch Tiefenmuskulatur und Gehirn“, weiß die Tanzlehrerin.

Wer noch Anregungen für seinen nächsten Tanzkurs braucht: Heute Abend werden Spitzenpaare aus ganz Deutschland in der Rostocker Stadthalle um den 24. Seesternpokal tanzen. „Es ist ein Ball, bei dem nicht nur Leistungssportler auf dem Pakett stehen, sondern auch die Zuschauer tanzen können“, betont Steffi Geipelt.

Das Traditionsturnier Seesternpokal heute in der Rostocker Stadthalle; Karten gibt es noch an der Abendkasse

Michaela Krohn und Hannes Stepputat

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