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MV aktuell Altenheime in Not: Knochenjob für wenig Geld
Nachrichten MV aktuell Altenheime in Not: Knochenjob für wenig Geld
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09:34 13.05.2014
Altenpfleger werden in Mecklenburg-Vorpommern dringend gesucht. Doch immer weniger junge Leute entscheiden sich für den Beruf. Der Pflegenotstand droht Quelle: Symbolbild: dpa
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Rostock

250 Pflegerinnen und Pfleger der Diakonie demonstrierten am Montag in Schwerin für bessere Arbeitsbedingungen. „Es ist ein Knochenjob, der schlecht bezahlt wird“, sagte ein Diakonie-Sprecher. Der Stress in den Heimen und bei den ambulanten Diensten wächst. Der Personalschlüssel gehört in MV mit rund 26,5 Pflegern je 100 Heimbewohner zu den niedrigsten bundesweit. Zum Vergleich: In Bayern kommen auf 100 „Pflegefälle“ mehr als 33 Pfleger.

Große Träger von Pflegeeinrichtungen wie Diakonie, Caritas und Deutsches Rotes Kreuz klagen über stark wachsenden Fachkräftemangel. Betriebe, die ausbilden, müssen die dabei entstehenden Kosten laut Gesetz auf ihre Bewohner umlegen, für die damit die monatlichen Gebühren steigen. Folge: „Wer ausbildet, hat höhere Kosten“, sagt Caritas-Sprecher Jörg Fiedler. In MV müssen zudem die Auszubildenden an nicht-staatlichen Einrichtungen ein monatliches Schulgeld von bis zu 140 Euro zahlen, was mögliche Interessenten ebenfalls abschreckt.

Nach der Ausbildung locken Heime in anderen Bundesländern mit höheren Gehältern. „Hamburg ist nicht weit weg“, heißt es bei einem großen Pflegeheimbetreiber in Schwerin. In MV beträgt das Durchschnittsgehalt für Pflegekräfte laut Fachhochschule Neubrandenburg 1700 Euro brutto im Monat. Experten gehen davon aus, dass in sechs Jahren rund 3000 Pflegekräfte im Nordosten fehlen werden.



Gerald Kleine Wördemann

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