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Angeschlagene Nordost-Union bleibt Merkel treu

Schwerin/Berlin Angeschlagene Nordost-Union bleibt Merkel treu

CDU-Landespolitiker loben den Auftritt der Kanzlerin im Bundestag: „Das war eine ihrer bedeutendsten Reden“

Schwerin/Berlin. Die Union im Nordosten hält zu Kanzlerin Angela Merkel – trotz der Wahlschlappe vom Sonntag, die viele als den Beginn einer „Kanzlerdämmerung“ sehen wollen. Merkel warnte am Mittwoch im Bundestag vor einem Populismus-Wettlauf mit der AfD. „Wenn auch wir anfangen, in unserer Sprache zu eskalieren, gewinnen nur die, die es immer noch einfacher und noch klarer ausdrücken können“, sagte sie. CDU-Politiker aus MV sagen dazu auf Nachfragen nur Lobendes. So etwa Torsten Renz, parlamentarischer Geschäftsführer der Union im Landtag. Es sei „ausgesprochen wichtig, dass Merkel daran erinnert habe, dass „all jene, die politische Verantwortung tragen“, ihre Sprache „nicht mit Hass aufladen“ dürften, meint Renz.

Die Deutung, dass vor allem die Kanzlerin bei der MV-Wahl, bei der die CDU von der AfD als zweitstärkste Landtagsfrakion abgelöst wurde, abgestraft wurde, sieht Holger Kliewe, neues Landtagsmitglied aus Ummanz auf Rügen, nicht so. Schließlich habe die CDU in Merkels Heimatwahlkreis Vorpommern-Rügen fünf Direktmandate geholt, ein weiteres ging an die SPD. Schade sei, dass „die erfolgreiche Arbeit der Landesregierung der letzten zehn Jahre“ im Wahlkampf keine Rolle spielte, bedauert CDU-Mann Kliewe.

„Die Rede hat mich motiviert“, sagt die ebenfalls neue Stralsunder Landtagsabgeordnete Ann Christin von Allwörden. „Wir werden in aller Welt bewundert, nur wir Deutsche sehen das nicht“, meint sie.

Merkel habe mit ihrer Rede zum Ausdruck gebracht, „wofür Deutschland steht“. Der Landtagsabgeordnete Burkhard Lenz von der Insel Rügen meint: „Für mich war es eine der besten und bedeutendsten Reden unserer Bundeskanzlerin“, sie sei die „richtige Kanzlerin“.

Andere in der Landespartei gehen auf Tauchstation. „Ich habe mich entschlossen, in den nächsten 14 Tagen erst einmal keine Interviews zu geben“, sagt beispielsweise Egbert Liskow, Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Union in Vorpommern-Greifswald, wo die AfD auf der Insel Usedom die meisten Stimmen bekam.

gkw

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