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MV aktuell Angler wollen mehr Dorsche
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00:05 19.06.2017

. Die Angler in MV setzen der staatlichen Begrenzung der Fangmengen bei Dorsch einen eigenen Vorschlag entgegen. Sie fordern, dass Dorsche erst ab einer Länge von 45 statt wie jetzt mit 35 Zentimetern gefangen werden dürfen. Erst dann seien die Fische fortpflanzungsfähig. In der Laichzeit sollten gar keine Dorsche gefangen werden. Im Gegenzug wolle der Verband eine Erweiterung des Fanglimits von fünf auf zehn Dorsche pro Tag durchsetzen, sagte der Präsident des Landesanglerverbands, Karl-Heinz Brillowski.

„Im Durchschnitt liegt der Tagesfang pro Angler ohnehin nur bei drei Dorschen“, sagte Brillowski am Wochenende bei der Landesdelegiertenkonferenz in Linstow (Landkreis Rostock). Die höhere Zahl sei aber wichtig für den Tourismus und die Betreiber von Kuttern. Seit der Einführung des Fanglimits gebe es Stornierungen bei Angelfahrten. Die Anbieter rechneten mit bis zu 20

000 Euro Einbußen pro Kutter in diesem Jahr. Ziel des Anglerverbandes sei es, die Fangbeschränkungen für Dorsche ab 2019 wieder ganz aufzuheben. Nach Angaben des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) erholt sich der Dorsch in der westlichen Ostsee sehr schnell. Bereits 2019 wären mehr Elterntiere da, als für eine nachhaltige Bewirtschaftung notwendig sind.

Weiter treibt die Angler laut Brillowski um, dass Naturschutz immer häufiger zu Nutzungsverboten führt. So habe der Verband im Müritz-Nationalpark von zwölf Pachtgewässern acht verloren. „Die Pachtverträge wurden nicht verlängert, ohne zu sagen, wodurch die Angler die Naturschutzziele beeinträchtigt haben“, kritisierte der Präsident. Ähnliches befürchtet der Verband jetzt an der Darß-Zingster Boddenkette. Der Anglerverband MV hat rund 44000 Mitglieder.

Birgit Sander

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