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MV aktuell Ankerdörfer: Mehr Hilfe für ländliche Räume
Nachrichten MV aktuell Ankerdörfer: Mehr Hilfe für ländliche Räume
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00:01 05.10.2017

. Ländliche Gegenden in MV, die von Einwohnerschwund betroffen sind, sollen mehr Unterstützung bekommen. Bereits seit Juni ermittele eine Arbeitsgruppe der Landesregierung in vier Modellregionen den Förderbedarf und entwickele Instrumente zu deren Entwicklung, so Agrarminister Till Backhaus (SPD) gestern in Torgelow (Vorpommern-Greifswald). Dort fand die Konferenz des „Forums Ländliche Räume und Demografie MV“ statt. Das Forum war im Dezember 2016 von der Landgesellschaft und dem Agrarministerium gegründet worden.

Agrarminister Till Backhaus Quelle: Foto: Dpa

Bei den Modellregionen handelt es sich um Goldberg im Osten des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) sowie Loitz und die Region Stettiner Haff mit Eggesin, Ferdinandshof, Torgelow und Ueckermünde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie alle leiden unter schwacher Wirtschaftsstruktur sowie Fortzug. „Dort, wo es enorme Schrumpfung gibt, muss der Staat eingreifen, denn wir wollen und dürfen keine Region aufgeben“, sagte Backhaus. „So fließen aus dem Strategiefonds der SPD-CDU-Koalition im Bereich des Landwirtschaftsministeriums von 2017 bis 2021 insgesamt 2,732 Millionen Euro“, erklärte Backhaus. Geld gebe es für die Direktvermarktung, für Schul- und Integrationsgärten, zur Unterstützung von Tierheimen und Kleingartenvereinen. Bevölkerungsrückgang und Überalterung werden vor allem in ländlichen Regionen abseits der Küsten und der Städte sichtbar, so Backhaus. Die Infrastruktur sei dort schwach ausgebaut. „Kernthemen sind Mobilität, Digitalisierung und die Sicherung der Grundversorgung“, sagte Backhaus. Wichtig sei es, zentral gelegene „Ankerdörfer“ so zu entwickeln, dass die Bewohner im Umkreis von zehn Kilometern Angebote für Gesundheit, Versorgung, Bildung und Kultur erreichen könnten.

Iris Leithold

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