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MV aktuell Arbeitgeberverband: Auch in MV ist Vollbeschäftigung möglich
Nachrichten MV aktuell Arbeitgeberverband: Auch in MV ist Vollbeschäftigung möglich
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16:17 28.08.2018
Im wirtschaftlich traditionell eher schwachen Nordosten ist in nicht allzu ferner Zeit Vollbeschäftigung möglich. (Symbolfoto) Quelle: Carsten Rehder / dpa
Rostock

Im wirtschaftlich traditionell eher schwachen Nordosten ist in nicht allzu ferner Zeit Vollbeschäftigung möglich. Davon geht der Landes-Arbeitgeberverband aus. „Es geht auch in Mecklenburg-Vorpommern in diese Richtung“, sagt Verbands-Geschäftsführer Sven Müller.

MV profitiere von der Ausstrahlung der starken Wirtschaftskraft Hamburgs, aber auch vom Wachstum aus eigener Kraft, etwa auf den Werften. Chancen für Vorpommern sieht Müller durch die stark wachsende Metropol-Region Stettin.

Zwei Landkreise in MV sind dicht dran

Ökonomen sprechen in der Regel dann von Vollbeschäftigung, wenn die Arbeitslosenquote unter die Marke von drei Prozent fällt. Wer dann noch Arbeit sucht, befindet sich gerade in der Wartephase für den nächsten Job, so die offizielle Definition. Eine Prognose, wann dieser Zustand in MV erreicht sein könnte, möchte Müller nicht abgeben. Es bestehe keine Garantie dafür, dass es tatsächlich so kommt.

Noch sei flächendeckende Vollbeschäftigung in Norddeutschland nicht wirklich absehbar, meint Horst Schmitt von der Arbeitsagentur Nord in Kiel. Bislang stehe lediglich der Kreis Stormarn im Hamburger Speckgürtel kurz vor der magischen Schwelle. 3,3 Prozent beträgt die Arbeitslosigkeit dort aktuell. Darunter liegen bundesweit bisher rund zwei Dutzend Landkreise in Bayern, mit Eichstätt (1,9 Prozent) an der Spitze. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Landkreise Rostock und Ludwigslust-Parchim am dichtesten dran. Hier beträgt die amtliche Arbeitslosenquote derzeit 5,6 Prozent. Landesweit sank sie auf 7,4 Prozent. Zum Vergleich: 2005 lag sie noch bei mehr als 20 Prozent.

Fachkräftemangel verschärft sich

„Ich bin gespannt, wie sich das in den nächsten drei bis vier Jahren entwickeln wird“, sagt Ralf Lorber, Geschäftsführer bei Egger Holzwerkstoffe in Wismar. Das Unternehmen ist mit annähernd 1000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in der Hansestadt. Mitarbeiter zu finden, werde immer schwieriger. Vollbeschäftigung mache das nicht einfacher. Die expandierende Firma bietet ihren Beschäftigten schon jetzt viele Extras, so der Geschäftsführer. Neben der Bezahlung, die über vergleichbaren Tarifverträgen liege, gehören dazu Extras, wie kostenlose Rückenschule, Obst- und Gesundheitstage. Regelmäßig bietet ein Arzt kostenlose Beratung für Mitarbeiter während der Arbeitszeit an. Freie Stellen hat Egger dennoch.

Laut Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Rostock (IHK) sehen schon jetzt zwei Drittel der Unternehmen im Kammerbezirk ihre Geschäftstätigkeit durch den Fachkräftemangel gefährdet. „Das Thema steht seit zwei Jahren an erster Stelle“, sagt IHK-Bereichsleiter Peter Volkmann. Auch er hält eine Vollbeschäftigung im strukturschwachen Nordosten für möglich. Schon wegen der demografischen Entwicklung würden immer mehr Arbeitskräfte fehlen. „Eine Glaskugel habe ich aber natürlich nicht“, meint Volkmann.

Gerald Kleine Wördemann

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