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MV aktuell Arndt und kein Ende: Entscheidung vertagt
Nachrichten MV aktuell Arndt und kein Ende: Entscheidung vertagt
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00:05 19.10.2017
Greifswalder protestieren gestern in der Hansestadt gegen die Ablegung des Namens Ernst Moritz Arndt seitens der Universität. Quelle: Foto: St. Sauer/dpa
Greifswald

. Die Diskussion um den Namenspatron der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald ist in eine neue Runde gegangen – die Entscheidung, ob die Uni den Namen des umstrittenen Publizisten Arndt (1769-1860) abgelegt oder nicht, bleibt aber weiter offen. Der Senat der Uni befasste sich gestern mit einem Antrag von sechs Senatoren, die erneut eine Streichung des Namenspatrons aus dem Universitätsnamen erreichen wollen. Das Gremium verwies den um weitere Vorschläge ergänzten Antrag in eine rechtliche Prüfung, um Rechtskonformität abzusichern, wie ein Uni-Sprecher sagte.

Der Senat hatte im Januar die Ablegung des Namens mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen. Den Beschluss erkannte später das Bildungsministerium wegen formaler Mängel nicht an. Mehrere studentische Senatoren begründeten nun den erneuten Anlauf damit, dass die Beschlussvorlage noch nicht zu Ende geführt worden sei. Das Studierendenparlament votierte inzwischen auch für eine studentische Urabstimmung, die spätestens bis Januar durchgeführt werden soll.

Der in Pommern geborene Arndt, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und Kämpfer für ein einheitliches Deutschland, ist wegen nationalistischer und antisemitischer Äußerungen umstritten. Der Name war der Uni 1933 zuerkannt worden. Nach der Entscheidung im Januar entbrannte ein Streit über die Namensablegung. Viele Greifswalder sprachen sich für eine Beibehaltung des Namens aus. Vor dem Uni-Hauptgebäude demonstrierten gestern 150 Menschen gegen eine Namensstreichung.

Martina Rathke

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