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MV aktuell „Atlantis II“ im Achterwasser wird gehoben
Nachrichten MV aktuell „Atlantis II“ im Achterwasser wird gehoben
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20:06 23.04.2013
Stralsund

Die im Achterwasser vor Usedom gesunkene „Atlantis II“ wird nach über 15 Jahren gehoben und verschrottet. Die Bergungsfirma „Baltic Taucher“ aus Rostock begann gestern im Auftrag des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund mit vorbereitenden Arbeiten. Wie das Amt mitteilte, soll das Schiff in etwa einer Woche per Schubschiff in das polnische Stettin gebracht werden. Dort soll es zerlegt und entsorgt werden.

Seit rund 17 Jahren liegt das 53 Meter lange Seebäderschiff, das einst als Butterschiff nach Helgoland fuhr, im Hafen von Netzelkow. Mehrfach musste das Land auf eigene Kosten Öl abpumpen lassen.

„Ich bin froh, wenn diese Gefahrstelle, die gleichzeitig ein Schandfleck ist, noch vor der Urlaubssaison endlich beseitigt wird“, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Holger Brydda. Da kein Eigentümer ermittelbar war, übernimmt die Bundesbehörde die Kosten in Höhe eines niedrigen sechsstelligen Betrages.

Im Jahr 1996 hatte die Hansa Shipping APS im Auftrag der Liechtensteiner Ostseereederei Vaduz das Schiff in den Netzelkower Hafen bringen lassen. Ursprünglich sollte das Schiff nur wenige Wochen bleiben, doch dann lösten sich beide Firmen auf. Das Schiff schlug 1998 leck, wurde notdürftig abgedichtet und leergepumt, sank dann aber im Sommer 2012 ein zweites Mal.

Um Umweltschäden zu vermeiden, seien damals in Abstimmung mit den Umweltbehörden rund 4000 Liter eines Öl-Wassergemisches abgepumpt und fachmännisch entsorgt worden. Die Stelle wurde mit Ölsperren gesichert. Das Wasser- und Schifffahrtsamt wies das Wrack als Gefahrenstelle aus und richtete ein Sperrgebiet ein. Trotz intensiver Recherchen habe sich kein Eigentümer ermitteln lassen, sagte Brydda.

OZ

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