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Rostock/Kloster Auch dieses Wetter macht Laune

Trotz Regens genießen Urlauber und Einheimische MV / Die Sonne kommt zum Wochenende zurück

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Spaß haben auch bei Schietwetter – das „Wonnemar“ in Wismar ist gut besucht.

Quelle: Nicole Hollatz

Rostock/Kloster. Im Juli gab es in MV fast 195 Sonnenstunden. Besonders viel ist das für den Nordosten nicht. Zudem waren die vergangenen Tage recht regenreich: Insgesamt ist der Sommer „allerdings keinesfalls verregnet“, beruhigt Meteorologe Uwe Ulbrich von der Wetterstation auf Hiddensee. Das komme den Menschen oft nur so vor, wenn es ein paar Tage hintereinander regnerisch sei. Der Monat ist in MV sogar trockener als im vergangenen Jahr ausgefallen. Auf einen insgesamt trüben Sommer deute nichts hin. Am Wochenende sollen die Temperaturen wieder deutlich steigen – und immerhin habe es auch schon Hitzeperioden gegeben.

 

OZ-Bild

Frances Riechart (22) von der Stralsunder Tourismuszentrale hält für Urlauber Schirme mit Hiddensee-Dekor bereit.

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Trotz Regenwetters: Mit Kind, Hund und Kegel am Strand: Robert Winkel (32) mit Tochter Mia Charlotte und „Ferro“.

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Wärmer als im Vorjahr

„Im Juli hatten wir mehrere Tage, an denen das Thermometer auf über 30 Grad stieg“, sagt der Wettermann. Die durchschnittliche Temperatur liege sogar über dem sogenannten längjährigen Mittel.

Das bestätigt der Deutsche Wetterdienst: Die Tagesdurchschnittstemperatur lag im Juli bei 18,4 Grad. Der von 1961 bis 1990 errechnete Mittelwert erreicht nur 16,8 Grad.

Urlauber stört Regen nicht

Ähnlich sieht das Katrin Hackbarth vom Landestourismusverband. „So lange diese Wetterphasen nur kurzfristiger Natur sind, tut das der Urlaubslaune keinen Abbruch“, sagt sie.

„Je nach Interesse und Altersgruppe können Urlauber aktuelle Ausstellungen in Kunstmuseen und Galerien ansehen, Naturerlebniszentren besuchen, sich auf Indoor-Spielplätzen austoben oder mal einen Spieletag einlegen“, sagt Hackbarth.

Ansturm auf Museen

Besonders beliebt bei schlechtem Wetter sind die zahlreichen Museen im Land. „Wenn es regnet, reichen die Warteschlangen am Eingang bis zum Hafen“, sagt Robert Köhn vom Ozeaneum Stralsund. Die Zahl der Besucher sei dann etwa doppelt so hoch. „Anfang Juli hatten wir an einem Schlechtwetter-Tag 7041 Gäste“, sagt Köhn. „An sonnigen Tagen sind es knapp über 3000.“ Die Personalplanung richte sich auch nach der Wetterlage. „Bei Regen benötigen wir zusätzliches Personal“, meint Köhn. Besucher, die ihre Tage sonst draußen verbringen, nutzten die Zeit, um „sich unsere Aquarien und Ausstellungen anzusehen“.

Auch das Experimentarium in Zingst freut sich über Regenwetter. „Dann kommen dreimal so viele Gäste“, sagt Mitarbeiter Ralf Rogalla. „Hier können Kinder Experimente ausprobieren und sich in Workshops kreativ austoben.“

Getobt wird auch auf den Indoor-Spielplätzen in MV, wie dem „Pandino“ in Admannshagen-Bargeshagen (Landkreis Rostock) oder dem „Mumpitz“ in Wismar. Hier locken zum Beispiel Bällebäder, Trampoline und Klettertürme. „Wir haben unter anderem eine Go-Kart-Bahn, ein Airhockey- Spiel und zwei Kletterwände“, ergänzt Uwe Lettow, Mitarbeiter in der Erlebniswelt Tessin bei Rostock. „Die Halle ist proppenvoll. Wo sollen Eltern bei diesem Wetter auch hin mit ihren Kindern? Kaum einer fährt zum Badesee.“

Geschwommen werden kann allerdings in einem der zahlreichen Spaßbäder im Land, wie dem Wonnemar in Wismar. Hier laden zahlreiche Rutschen zu Rutschpartien und eine große Saunalandschaft zum Entspannen ein. Die Kinos sind derzeit gut besucht und auch auf den Schwarzlicht-Minigolf-Anlagen in Greifswald, Rostock, Kühlungsborn und Bergen auf Rügen bleiben Besucher trocken.

Outdoor bleibt beliebt

Es gibt jedoch auch Aktivitäten im Freien, für die sich das aktuelle Wetter eignet. „Beim Wasserski wird man ohnehin nass. Ob es nun regnet oder nicht“, sagt Jan Buchholz, Betriebsleiter der „Körks Strandarena“ in Körkwitz bei Ribnitz-Damgarten. Direkt am Bernsteinsee wird unter anderem Wasserski angeboten. „Unser See hat derzeit eine Temperatur von 21 Grad Celsius und auch die Lufttemperatur ist angenehm“, sagt Buchholz. Der 29-Jährige sieht sogar einen Vorteil im verregneten Wetter: „Wir sind gut ausgelastet, aber nicht so voll wie bei Sonnenschein“, sagt er.

„Die Gäste haben Spaß, ohne lange anstehen zu müssen.“

Höhere Temperaturen, weniger Sonne

18,4 Grad Celsius ist die durchschnittliche Temperatur, die im Juli in Mecklenburg-Vorpommern gemessen wurde. Das sind 1,6 Grad mehr als im sogenannten langjährigen Mittel.

Auch am  kommenden Wochenende sollen die Temperaturen im Land wieder steigen. Der Niederschlag ist ebenfalls nicht ungewöhnlich: Im Juli fielen durchschnittlich 66 Liter Regen pro Quadratmeter in MV. Langjähriges Mittel: 65 Liter.

195 Stunden mit Sonnenschein gab es im Juli in MV. Das ist etwas weniger als gewöhnlich.

 Michaela Krohn und Katharina Ahlers

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