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Auf Safari in Mecklenburg

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In Sternberger Burg leben 200 exotische Tiere auf 30 Hektar / Jens Kohlhaus baut dort den Zoo der Zukunft

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Keine Angst! Die Halbwölfe auf dem Kamelhof Sternberger Burg wollen nur spielen.

Sternberger Burg. Eine Safari in Sternberger Burg? Löwen und Elefanten gibt es in dem kleinen Ort in der Nähe von Bützow (Kreis Rostock) nicht, aber jede Menge Exoten — ungefähr 200. Darunter Wasserbüffel, Elche, Kamele, Strauße, Rentiere und Wolfshybriden. Die Tiere gehören Jens Kohlhaus und seiner Frau Sandra. Sie bauen am Zoo der Zukunft, einem Erlebnispark à la Jurassic Park. In dem Kinofilm laufen Dinosaurier in freier Natur herum und werden von neugierigen Besuchern bestaunt. Auch in Sternberger Burg haben die Vier- und Zweibeiner viel Auslauf — das Parkgelände ist 30 Hektar groß.

 

OZ-Bild

Chef Jens Kohlhaus (39) mit dem weißen Kamelbaby Layla und Mama Katja.

Quelle: Kerstin Schröder

„Jede Tierart hat ihr eigenes kleines Reich“, schwärmt Jens Kohlhaus. Die Augen des 39-Jährigen glänzen, wenn er von seinem Kamelhof erzählt. Der sei für ihn keine Arbeit, sondern Urlaub — auch wenn es bis zur Saisoneröffnung Anfang Mai noch einiges zu tun gibt. Gräben werden ausgehoben, Rasenflächen angesät, Unterstände gebaut.

Die Wolfshybriden „Tipi“ und „Timber“ kriegen davon nicht viel mit. Sie wollen am liebsten die ganze Zeit mit ihrem Herrchen durch den Wald laufen. Auch die Hof-Besucher können die verspielten Vierbeiner, die vom nordamerikanischen Timberwolf abstammen, an die Leine nehmen. „Wir bieten Wanderungen mit unterschiedlichen Tieren an, auch mit Lamas und Alpakas“, berichtet Jens Kohlhaus.

Geritten werden kann auch, unter anderem auf Kamelen oder Wasserbüffeln. Die kann man auch mal streicheln, dieses Jahr erstmals vom Safari-Planwagen aus beobachten und bei ihrer Arbeit als Lastentier fotografieren.

Das ungewöhnliche Konzept „Landwirtschaftstourismus“ kommt an: 2015, in der ersten Saison des Kamelhofes in Sternberger Burg, waren 700 Kinder dort unterwegs. Tagesgäste, die eine Wanderung oder Safari mitmachen wollen, sollten sich vorher anmelden — die Plätze sind begrenzt.

Das freut den Chef. Er hat als Junge mit einem Aquarium angefangen, später sind seine Tiere immer größer geworden. Außer vielen Straußen und Nandus haben auch alle Namen. „Die kann ich mir alle gut merken, denn hinter jedem verbirgt sich eine Geschichte“, betont Kohlhaus. Zum Beispiel hat sich Elch-Kälbchen „Merle“ mal ein Bein gebrochen und musste in die Klinik. Sie ist auch ein Star aus der ZDF-Serie „Büffelranch“, die den Aufbau des Hofes dokumentiert.

Neu ist das Exoten-Geschäft für Jens Kohlhaus nicht. In Groß Welzin (Ludwigslust-Parchim) hat er zehn Jahre lang Kamele gezüchtet. Zu denen gehören neben den Trampeltieren auch Alpakas, Wooly- und Suri Lamas. Von Letzteren gibt es weniger als 50 in Europa, zwölf hat Kohlhaus. Da es sehr lange dauert, eine gewinnbringende Zucht dieser noch sehr seltenen Haustiere aufzubauen, bot er Ausflüge für Kindergärten, Schulklassen und Vereine an. Später kamen Übernachtungsmöglichkeiten dazu — bis es wegen der Nachfrage in Groß Welzin nicht mehr genügend Platz gab. Darum folgte im vergangenen Jahr der Umzug nach Sternberger Burg. Hier gibt es in Appartements bis zu 100 Betten. Trotz des riesigen Geländes soll es aber ein Familienbetrieb bleiben, in dem auch seine Frau und die drei Kinder mitanpacken. Sie servieren zum Frühstück natürlich Eier von Straußen und Nandus. Auch Bratwürste und Burger werden aus ihrem Fleisch zubereitet. „Schließlich sind wir ein Landwirtschaftsbetrieb.“

• kamelhof-sternbergerburg.de

In der Saison täglich geöffnet

200 Tiere leben auf dem Kamelhof Sternberger Burg. Auf dem 30 Hektar großen Gelände befindet sich außerdem eine Auffangstation für exotische Großtiere wie Büffel und Alpakas, die die deutschen Zoos nicht aufnehmen. Die Tiere werden aufgepäppelt und dann weitervermittelt.

Geöffnet ist der Park, inklusive Spielplatz, von Mai bis Oktober täglich zwischen 10 und 18 Uhr. Safaris und Wanderungen können gebucht werden unter Telefon 03847 / 311071.

Von Kerstin Schröder

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