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Auflauf der Polit-Promis zur Wahl 2017

Auflauf der Polit-Promis zur Wahl 2017

Kanzlerin Merkel, Ministerin Schwesig und Fraktionschef Bartsch werden als Kandidaten erwartet

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Rostock Das Rennen um die Mandate bei der Bundestagswahl ist eröffnet. In zehn Monaten wählt Deutschland ein neues Parlament – erste Namen für Kandidaten in MV sickern bereits durch. So wird es in Vorpommern voraussichtlich ein Duell von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Grünen-Chefin des Landes, Claudia Müller, geben. Dass Merkel wieder antritt, ist in der CDU unausgesprochenes Gesetz, auch wenn die offizielle Nominierung aussteht. Müller bestätigt: „Ich werde mich darum bewerben.“ Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) soll in Westmecklenburg antreten, Dietmar Bartsch, Linken-Fraktionschef im Bundestag, in Rostock. Sechs Wahlkreise wird es in MV geben.

Wahlkreis 12 (Region Ludwigslust, Schwerin, westliches Nordwestmecklenburg): Drei SPD-Kreisvorstände haben Schwesig bereits nominiert. Die Kür solle dann bis Ende Januar abgeschlossen sein, sagt Stefan Posselt vom SPD-Landesverband. Die CDU hat bereits den jetzigen Direktkandidaten, Dietrich Monstadt, aufgestellt.

Wahlkreis 13 (Region Parchim, östliches Nordwestmecklenburg, Nordwesten des Kreises Rostock) : Bei der SPD soll es wieder Frank Junge machen, derzeit über die Landesliste im Bundestag. Auch hier steht mit Karin Strenz (CDU) die „Titelverteidigerin“ bereits als Kandidatin fest. Für die Linke ist Neuling Susanne Krone aus Bützow im Gespräch.

Wahlkreis 14 (Rostock und Umland): Die Linke setzt auf den Promi-Bonus. Dietmar Bartsch soll den Wahlkreis zurückerobern, den jetzt Peter Stein (CDU) hält. Die SPD hofft auf einen Dreikampf. Es bestünden „gute Chancen“, den Wahlkreis zu gewinnen, sagt Kreis-Chef Julian Barlen. Ein Kandidat beziehungsweise eine Kandidatin werde Anfang 2017 in einem parteiinternen Auswahlverfahren erkoren.

Wahlkreis 15 (Vorpommern-Rügen plus Region Greifswald): Dass Merkel erneut antritt, „davon gehen wir aus“, sagt CDU-Generalsekretär Vincent Kokert. Bei der SPD soll wohl Sonja Steffen erneut ran, ist zu hören. Auch Grünen-Chefin Claudia Müller will. Ihr Ziel sei auch Listenplatz eins ihrer Partei in MV, um in den Bundestag einzuziehen. Auch Matthias Manthei (AfD) werden Ambitionen nachgesagt.

Wahlkreis 16 (Vorpommern-Greifswald ohne Greifswald plus östliche Seenplatte): Die SPD will Heiko Miraß, Chef der Arbeitsagentur Greifswald, ins Rennen schicken. Bei der CDU bahnt sich ein intensives Ringen mehrerer Kandidaten an: Neben Matthias Lietz (derzeit im Bundestag) werden mindestens auch Student Philipp Amthor aus Torgelow Ambitionen nachgesagt.

Wahlkreis 17 (Großteil der Seenplatte, südlicher Kreis Rostock): Hier soll Polit-Dino Eckhardt Rehberg für die CDU wohl das Direktmandat verteidigen. Für die Linken stehe wieder Chefin Heidrun Bluhm bereit, heißt es beim Landesverband der Partei. Ob Jeannine Pflugradt wieder für die SPD antritt, sei offen.

Andere Parteien halten sich mit Kandidaten-Namen noch bedeckt. Die AfD stelle im Januar die Direktkandidaten auf, Ende Februar die Landesliste, sagt Landessprecher Leif-Erik Holm. Auch bei der FDP kursieren einige Namen: Hagen Reinhold (Barth) könnte erneut in Rostock antreten, Patrick Meinhardt (Rügen) im Osten, der frühere Landtagsfraktionschef Michael Roolf (Wismar) im Westen. Unbestätigt.

„Wir werden im ersten Quartal die Landesliste aufstellen“, sagt FDP-Chef René Domke. Er selbst werde nicht kandidieren.

Nach der schmutzigen Wahlschlacht in den USA mit dem gewählten Präsidenten Donald Trump erwarten Beobachter nun auch in Deutschland eine stärkere Zuspitzung vor der Wahl 2017. Ein Einfluss des populistischen Tons in Amerika auf die Bundestagswahl sei „wahrscheinlich“, sagt Martin Koschkar, Politikwissenschaftler an der Universität Rostock. „Am Ende entscheiden jedoch alle Akteure, inwieweit sie sich auf einen solchen Stil einlassen“, so Koschkar. Wichtig sei, dass Politiker ihre Themen dem Wähler gut vermitteln, komplexe Entscheidungen auch erläutern. Koschkar: „Hier gibt es seit einiger Zeit Defizite, was den Weg für populistische Ansprachen vereinfacht.“

Frank Pubantz

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