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MV aktuell Aufpassen im Freien: Zecken stechen wieder
Nachrichten MV aktuell Aufpassen im Freien: Zecken stechen wieder
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00:23 14.05.2018
Rostock

Mit steigenden Temperaturen fallen bei vielen Sonnenhungrigen zunehmend die Hüllen. Kurze Hosen und nackte Füße sorgen zwar für Abkühlung, aber mit mehr nackter Haut steigt auch die Gefahr, sich eine Zecke einzufangen. Der Holzbock lauert in Wäldern und Wiesen. Und das kann nicht nur lästig werden, sondern auch gefährlich.

127 Zeckenbisse im Jahr 2018.

In der warmen Jahreszeit registriert das Landesgesundheitsamt in Rostock die meisten Fälle der von Zecken übertragenen Borreliose. Das liegt aber nicht daran, dass es mehr Zecken gäbe, sondern dass der Mensch häufiger dahin kommt, wo sie leben, betont Experte Kai Gloyna. „Der Einfluss der Temperatur ist für das Aufkommen der Zecken weniger wichtig, weil unsere häufigste Zeckenart, der Holzbock, gut an hiesige Bedingungen angepasst ist und sogar in milden Wintern aktiv sein kann.“

Einen größeren Einfluss hat die Luftfeuchtigkeit. „In längeren Trockenphasen ziehen sich die Zecken in den Waldboden zurück“, erklärt Gloyna. Wenn es nach so einer Trockenzeit wieder regnet, sollte man besonders aufpassen.

Denn die Borreliose ist gar nicht so selten: 1090 Fälle wurden im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern registriert, 2018 waren es bis jetzt 127. „Bei fünf bis zehn Prozent der Zeckenbisse besteht die Gefahr, sich zu infizieren“, erklärt Professor Emil Reisinger, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Uniklinikum Rostock.

Borrelien sind Bakterien, die im Darm von Zecken leben. Eine Infektion erkennt man einige Tage nach dem Stich an einem roten Fleck, der sich um die Einstichstelle bildet. „Ist dieser Fleck fünf Zentimeter groß, ist es sicher Borreliose“, sagt Reisinger. Die Infektion lasse sich mit Antibiotika behandeln. Geschieht das nicht, droht eine Verschlechterung: „Dann können Gelenke, Nerven, Gehirn und Herz betroffen sein – bis zur Herzrhythmusstörung“, so der Experte. Wird dann immer noch nichts unternommen, können die Symptome chronisch werden. Allerdings sei auch dann noch eine Therapie möglich.

Eine weitere Krankheit, die von Zecken übertragen wird, ist die Frühsommer-Hirnhautentzündung FSME. „Auch FSME konnten wir in Zecken in MV nachweisen, wir sind aber kein Risikogebiet“, so Reisinger.

Wer einen Wanderurlaub in Süddeutschland plane, sollte sich impfen lassen. „Wenn man nach so einem Urlaub unter extremer Müdigkeit, Kopf- und Nackenschmerzen oder Verwirrtheit leidet, sollte man zum Arzt gehen.“ Damit es nicht soweit kommt, kann man sich schützen: „Wege im Wald möglichst nicht verlassen, lange, helle Kleidung tragen, und nach einem Spaziergang die Haut nach Zecken absuchen und entfernen“, rät Gloyna.

Axel Büssem

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