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MV aktuell BUND will Ende der Massentierhaltung
Nachrichten MV aktuell BUND will Ende der Massentierhaltung
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00:00 11.09.2013
Schwerin

Die Umweltorganisation BUND hat kurz vor Eröffnung der größten norddeutschen Landwirtschaftsmesse bei Güstrow ein Ende der Massentierhaltung gefordert. Die ist in Deutschland klar definiert, wie BUND-Agrarexperte Burkhard Roloff gestern sagte. Dem neuen Baugesetzbuch und dem Bundes-Immissions-Schutzgesetz zufolge besteht ein erhöhtes Risiko für Umwelt und Anwohner bei mehr als 1500 Plätzen in der Schweinemast, 560 in der Sauenhaltung und 4500 bei der Ferkelaufzucht, bei mehr als 600 Rindern, 15 000 Legehennen und Mastputen sowie 30 000 Masthühnern.

Kennzeichen der Massentierhaltung seien das ganzjährige Einsperren der Tiere, schlechte Luft und die schnelle Mast mit gentechnisch verändertem Futter. Die Tiere litten unter Stress durch zu viele Artgenossen, Rangkämpfe, Kannibalismus, Krankheiten, Bewegungsmangel, Langeweile und das Leben auf Spaltenböden über eigenem Kot. Ferkeln würden ohne Betäubung die Schwänze kupiert und die Hoden herausgeschnitten. Hennen und Puten würden die Schnäbel gekürzt, jungen Rindern Hörner ausgebrannt oder abgesägt. In der Nähe großer Ställe leiden Roloff zufolge auch die Menschen durch Gestank und Keime in der Abluft. 2012 mussten wegen hohen Schadstoffausstoßes 70 Massentierhaltungsanlagen in MV ans internationale Schadstoffemissionsregister PRTR gemeldet werden.

OZ

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