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MV aktuell Backhaus will Wölfe schützen
Nachrichten MV aktuell Backhaus will Wölfe schützen
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00:05 06.05.2017
Bad Saarow/Schwerin

Trotz wachsender Kritik von Schafhaltern will Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) nicht am Schutzstatus für Wölfe rütteln. Er hält aber rechtliche Anpassungen für erforderlich. Unstrittig sei, dass ein sogenannter guter Erhaltungszustand beim Wolf in Deutschland noch nicht erreicht sei. „Dennoch brauchen wir schnellstmöglich klare Vorgaben zum Umgang und zum weiteren Verfahren mit dem Wolf. Dazu zählen vor allem Fragen zum Umgang mit Problemwölfen, des zukünftigen Managements sowie der Schadensregulierung“, erklärte Backhaus gestern zum Abschluss der Umweltministerkonferenz im brandenburgischen Bad Saarow. Dort stand der Umgang mit geschützten Arten wie Wolf und Biber auf der Tagesordnung.

Ein junger Wolf nagt im Tierpark Ueckermünde Fleisch von einem Knochen ab. Quelle: Foto: N. Fellechner

Die zunehmende Verbreitung dieser Arten bringt auch Konflikte mit der Landwirtschaft mit sich. So beklagen die Bauern Überschwemmungen durch Biberdämme und Schäfer den Verlust von Tieren durch Wolfsangriffe. Der Landesschaf- und Ziegenzuchtverband forderte daher eine Begrenzung der Wolfspopulation in MV. Die staatlichen Hilfen, die Weidetierhalter unter anderem für die Anschaffung besserer Zäune erhalten, werden als zu gering angesehen.

Laut Umweltministerium haben Wölfe im Nordosten in den vergangenen zehn Jahren knapp 340 Nutztiere getötet oder verletzt. Bislang sind in MV drei Wolfsrudel nachgewiesen. Der Nordosten sei neben Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen am stärksten von der Wiederansiedlung betroffen, sagte Backhaus. Deshalb werde sich das Land an der von den Fachministern vereinbarten Ad-hoc-Arbeitsgruppe zum Thema Wolf beteiligen.

OZ

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