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Bahngipfel in Schwerin: Grube kommt mit leeren Händen

Schwerin Bahngipfel in Schwerin: Grube kommt mit leeren Händen

Staatskanzlei meldet nach Spitzengespräch eine neue IC-Linie und Millionen-Investitionen, die aber schon lange bekannt waren

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Reisende mit Rucksäcken und Rollkoffern gehen auf einem Bahnsteig in Greifswald entlang. MV will nicht abgehängt werden.

Quelle: Sauer/dpa

Schwerin. . Bahngipfel in der Landeshauptstadt: Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) empfing gestern Bahn-Chef Rüdiger Grube zum Spitzengespräch. Die hochkarätige Runde, der auch Energieminister Christian Pegel (SPD) und Bahn-Vorstand Ronald Pofalla angehörten, hatte anschließend aber wenig Neues zu verkünden.

Immerhin: Eine neue Intercity-Verbindung wird ab Dezember 2019 alle zwei Stunden zwischen Rostock, Berlin und Dresden pendeln, meldete die Staatskanzlei anschließend. Kleiner Haken: Diese Neuigkeit ist keine, sondern schon lange bekannt. Die Bahn hatte diese Pläne schon vor mehr als einem Jahr vorgestellt (die OZ berichtete mehrfach). Die IC-Verbindung ist Teil eines neuen, bundesweiten Fernbahn-Konzepts, bei der Städte mit wenig Fernverkehr wieder besser angebunden werden sollen.

2022 soll einer dieser neuen IC auch zwischen Schwerin und Magdeburg fahren, eine dritte Linie in MV ist laut der im März 2015 vorgestellten Konzeption auf der Strecke Hamburg-Schwerin-Rostock-Stralsund vorgesehen, voraussichtlich ab 2016, eine weitere ab dem gleichen Jahr zwischen Stralsund, Greifswald und Berlin. Die Bahn will mit dieser Offensive 40 Prozent mehr Passagiere hinzugewinnen – nachdem sie in den vergangenen Jahren viele Kunden an die Fernbusse verloren hat.

„Wir werden unser Angebot in Mecklenburg-Vorpommern mittelfristig deutlich ausweiten“, kündigte Grube in Schwerin an. Vor allem der fehlende Fernverkehr zwischen Rostock und Berlin wird immer wieder kritisiert. Erst im Dezember strich die Bahn eine ICE-Verbindung auf dieser Strecke. Dabei waren die Gleisen vor wenigen Jahren für 850 Millionen Euro erneuert worden, was auch dem Güterverkehr zugute kam. Fahrgästen der unterwegs oft haltenden Regionalzügen brachte der Ausbau eine Ersparnis von neun Minuten. Die Bahn investiert dieses Jahr knapp 130 Millionen Euro in ihre Infrastruktur in MV. Bis 2020 sollen landesweit 715 Millionen Euro in Schienen und Bahnhöfe fließen. Dazu zählen die Sanierungen der Bahnhöfe Warnemünde, Bad Kleinen und Neubrandenburg (die OZ berichtete).

Im Güterverkehr stehe die Bahntochter DB Cargo „für höhere Transportmengen“ bereit, betonte der Bahnchef. Die Bahn hatte hier 2015 Marktanteile verloren – der bundesweite Trend machte keinen Bogen um MV. Um wieder profitabel zu werden, streicht die DB Cargo bundesweit 2100 Arbeitsplätze, 215 von 1500 Ladestationen werden dicht gemacht.

Von gkw

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