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MV aktuell Bald sünd se wedder dor — orre nich?
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00:05 31.03.2016

As ick in Helga ehr Gaststuf ankeem, seggt de Busfohrer grad to de Thekerin, in‘t Nahwerdörp töwten se all up de Niegen. „Se hebben schon allens klor makt!“, freut he sick. Un, wat ein Wunner, de Krögersch grient heil fründlich dortau. „Ick kiek mi dit to giern an. Mudding un Vadding sünd toierst meist bäten struppig un ruug antoseihn. Is je ok ein lang‘ un gefiehrlich Reis‘. Man wenn later de Lütten von baben rutkieken, dat mag ick lieden.“ Süss is de Kierl meist tämlich muulfuul, öwer hüt hett he woll Sabbelwader drunken.

„Dat freut mi dull, dat du dat so sühst“, segg ick. „Man mi dücht, dor warden jüst kein‘ Niegen intrecken. Se laten doch keinein mihr dörch, de Alpen sünd dicht!“

De beiden kieken mi verbaast an. Sünd se ut‘n Muuspott kamen? „Nu sünd doch all Löckers proppendicht an de Grenzen in‘n Süden!“, verklor ick.

„De ümmer mit sien Pulletik“, seggt Helga kolt. „Wi schnacken gemütlich oewer de Adeborrers (Störche), nich öwer dien ewigen Flüchtlingen.“

In dissen Momang steiht de Vörsitter in de Dör un bölkt los, as dat sien Oort is. Vörsitteroort.

„Nu is dat sowiet“, röppt he. „Nu is dat Kalw in‘t Oog schlahn!“ He wier in‘t Krankenhus wäst. Wat wier dat vull, Minschen oewer Minschen. Un denn all de Utlänners. He harr nix gegen Utlänners, Gott bewohr. Man wegen de klemmt de Saag‘ dor ganz un gor. „Wenn ein von de upropen ward, gahn fief to‘n Dokter rin. Un nich ein von se schnackt Dütsch!“, futert he. De Krögersch stellt em ein Bier hen, to‘n Afköhlen. „Nah Stücker vier Stunden wier ick an‘ne Reihg‘. Un wat för ein Dokter sitt dor an‘n Disch un grient? Ein Mohammad al Weitnichwat ut Syrien!“ — „Nee, nich“, wunerwarken wi. „Hett hei di denn verstahn?“ — „Tominnst hett hei mi wat upschräben, Pillen. Nähm ick sowieso nich, grad as bi de dütschen Dokters ok.“

OZ

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