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MV aktuell Bedrohte Art: Bienen träumen von Blumenwiesen
Nachrichten MV aktuell Bedrohte Art: Bienen träumen von Blumenwiesen
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00:01 01.09.2016

Der Sommer sei zu nass gewesen, das Getreide habe nicht die gewünschte Qualität, jammern die Industrieagrarier. Bienen und Hummeln haben jedoch ganz andere Sorgen. Sie hungern – alle 20 Arten.

Jochen Sperber (73)

ist Schriftsteller. Als Leserbeirat begleitet der Wismarer die OSTSEE-ZEITUNG seit mehr als zwei Jahren.

Sie träumen von Blumenwiesen, aber diese gibt es nicht mehr.

Sind Raps- und Lindenblüte vorbei, finden sie kaum noch Nektar und Pollen. Vor allem die Wildbienen trifft die Hungersnot. Sie haben keinen fürsorglichen Imker. Für die Landwirte haben sie im Frühjahr kostenfrei gearbeitet und Milliarden für sie verdient. Revanchieren könnten sich die Landmänner mit ein paar Bienenweiden – doch nichts passiert. Schon die Obstbaum-, Getreide- und Rapsblüte im Frühjahr war keine große Freude für die Bienen. Insektizide haben sie geschwächt und in ihrem Orientierungssinn beeinträchtigt. Ringsum öde Äcker und Wiesen. Hinzu kommen Maisplantagen bis zum Horizont: All das bietet den Insekten im Sommer keinen Überlebensraum. Nur an Straßenrändern und in Vorgärten finden sie noch etwas Nahrung.

In MV gab es zuletzt rund 2000 Hektar Blühstreifen, vornehmlich mit Sonnenblumen. Aber auch davon sind die meisten verblüht. Für die Monokulturen erhielten die Landwirte knapp eine halbe Million Euro Zuschuss. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat weiteres Geld angekündigt: 680 Euro für jeden Hektar Blühstreifen. Hier wird der Sozialstaat pervertiert. „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll dem Wohle der Allgemeinheit dienen“, heißt es im Grundgesetz Art.14. Die Bienen und Hummeln tragen mehr soziale Verantwortung als die Profitagrarier. Diesen sollte eine Bienenrechnung für Bestäubung präsentiert werden, anstatt mit Subventionen zu winken.

OZ

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