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Bessere Noten in Deutsch und Englisch

Schwerin Bessere Noten in Deutsch und Englisch

In der 9. Klasse weisen Schüler heute bessere Leistungen auf als 2009 / Das belegt eine bundesweite Vergleichsstudie

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Simone Oldenburg, Linke

Quelle: Dietmar Lilienthal

Schwerin. /Berlin. MV schneidet besser ab: In Deutsch und Englisch zeigen Schüler der 9. Klassen heute bessere sprachliche Leistungen als noch 2009. Wie aus dem gestern in Berlin vorgestellten Ländervergleich „IQB-Bildungstrend 2015“ der Kultusministerkonferenz hervorgeht, haben sich die Neuntklässler im Fach Deutsch vor allem in der Rechtschreibung und beim Lesen verbessert. „Beim Lesen liegt Mecklenburg-Vorpommern dicht hinter der Spitzengruppe auf Platz 6, im Bereich Orthografie sogar auf Platz 4 und damit jeweils über dem Bundesdurchschnitt“, heißt es dazu aus dem Schweriner Bildungsministerium. Auch im Fach Englisch sei der Trend erfreulich. Zwar liege das Ergebnis – wie in den anderen neuen Bundesländern – noch unter dem Bundesdurchschnitt. Gegenüber der Vorgängerstudie von 2008/2009 gebe es aber deutliche Verbesserungen. Laut Ministerium belegt die Studie, „dass sich die Schulen im Land gut entwickeln“. Es sei „die richtige Entscheidung gewesen, auf die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik besonderen Wert zu legen“, betonte Ministeriumssprecher, Henning Lipski.

Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Schweriner Landtag, Simone Oldenburg, meinte aber, die guten Ergebnisse dürften „nicht darüber hinwegtäuschen, dass jeder fünfte Schüler beim Lesen die Mindeststandards nicht erreicht hat“. Sie plädierte dafür, „in den Klassen drei und vier wieder eine zusätzliche Lesestunde einzuführen“. Um später bessere Leistungen zu erreichen, sollte Kindern in der Grundschulzeit „mehr Zeit zum Üben und Festigen“ gegeben werden.

Der 544-seitige Report untersuchte auch den Zusammenhang zwischen Leistungen der Schüler und ihrer sozialen Herkunft. Ergebnis: In MV gibt es im Fach Deutsch nur geringe Unterschiede zwischen Schülern aus sozial benachteiligten und nicht benachteiligten Familien. An den Tests für den IQB-Bildungstrend nahmen bundesweit 33110 Schüler der Jahrgangsstufe 9 teil, darunter knapp 2100 aus Mecklenburg-Vorpommern. 110 Schulen waren im Nordosten eingebunden.

An der Spitze des Rankings liegt Bayern, im Vergleich zu 2009 konnten vor allem Sachsen und Schleswig-Holstein Boden gutmachen. Schlusslicht sind in mehreren Kategorien Berlin und Bremen mit einem besonders hohen Anteil von Migrantenkindern. Elke Ehlers

OZ

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