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MV aktuell Bezahlbare Mieten: MV will von Wien lernen
Nachrichten MV aktuell Bezahlbare Mieten: MV will von Wien lernen
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12:26 14.09.2018
Die Schweriner Landesregierung plant offenbar ein neues Programm für bezahlbare Mietwohnungen. (Symbolfoto) Quelle: Frank Rumpenhorst / dpa
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Schwerin

Die Schweriner Landesregierung plant offenbar ein neues Programm für bezahlbare Mietwohnungen – und orientiert sich dabei möglicherweise an Wien. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) schickte nach OZ-Informationen dazu sogar Mitarbeiter in Österreichs Hauptstadt. Der Wohnungsmarkt in der Millionen-Metropole gilt als entspannt, weil die Stadt seit Jahrzehnten den Bau von günstigen Wohnungen stark fördert.

Auch in MV soll die öffentliche Hand mehr regulierend eingreifen, heißt es in Schwerin. Die Rolle der Kommunen soll gestärkt werden. Zudem geht es darum, den sozialen Wohnungsbau für Normalverdiener zu öffnen. Nach Informationen aus der Wohnungswirtschaft plant Schwesig im Nordosten Sozialwohnungen nach dem sogenannten zweiten Förderweg, in die auch Mietern mit mittleren Einkommen einziehen könnten. Schwesig wollte sich am Donnerstag nicht äußern.

Kaum Wohnungen in den Seebädern

Wien ließ allein vergangenes Jahr 17 000 Wohnungen mit staatlicher Förderung sanieren oder neu bauen. Dass nun offenbar auch in Schwerin eine Wohnungsbau-Initiative an der Startlinie steht, stößt auf ein positives Echo: „Wir müssen vor allem in den Feriengebieten den Druck rausnehmen“, sagt Andreas Wellmann, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetags MV. Mitarbeiter der Tourismusbetriebe hätten kaum eine Chance, in einem Seebad eine Wohnung zu finden. Bei einer Reform der Förderprogramme den Fokus auf die Gemeinden zu legen, sei richtig.

Der Mieterbund MV fordert eine kräftige Aufstockung der Fördermittel. Denn bislang fließt viel Geld statt in Beton in den Landeshaushalt. Zurzeit stellt das Land nur 20,8 Millionen Euro für den Sozialwohnungsbau bereit, obwohl es für diesen Zweck mehr als den doppelten Betrag (50 Millionen) vom Bund erhält. „Das Land muss die kompletten Bundesmittel aufbringen und selbst noch einmal 50 Millionen drauflegen. Dann könnte man anfangen“, sagt Mieterbund-Geschäftsführer Kai-Uwe Glause. Als angespannt gelten die Wohnungsmärkte in Rostock, Greifswald, Bad Doberan, Waren und Neubrandenburg sowie in den Seebädern, hier gibt es kaum noch Wohnungen unter zehn Euro je Quadratmeter. In Wismar und Stralsund nehmen die Probleme laut Mieterbund zu.

Hamburg macht es vor

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen hält ebenfalls den zweiten Förderweg für geeignet, um den Wohnungsmangel zu bekämpfen. „Damit würde man Angebote für Haushalte mit mittleren Einkommen wie Polizisten und Krankenschwestern schaffen“, sagt Verbandsdirektor Andreas Breitner. Dieses Modell wurde in Hamburg, Berlin und Schleswig-Holstein bereits umgesetzt. Die Kaltmiete beträgt in der Regel 7,50 Euro. In Hamburg dürfen Mieter einer so geförderten Wohnung maximal 28 300 Euro (Ein-Person-Haushalt) oder 41 100 Euro (Zwei-Personen-Haushalt) jährlich brutto verdienen.

Andreas Ebel und Gerald Kleine Wördemann

Ex-Regierungschef: Kontakte in Sport und Kultur verbessern.

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