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Blitzer-Aktion: Polizei macht Jagd auf Raser

Rostock/Neubrandenburg Blitzer-Aktion: Polizei macht Jagd auf Raser

Im Osten des Landes starten Geschwindigkeitskontrollen / Zu schnelles Fahren ist Unfallursache Nummer eins in Mecklenburg-Vorpommern

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Polizeisprecherin Nicole Buchfink

Quelle: Polizei

Rostock/Neubrandenburg. Offensive gegen Raser: In drei Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns startete die Polizei gestern Geschwindigkeitskontrollen. Rund 120 Beamte nahmen Verkehrsteilnehmer an 30 Orten in den Kreisen Vorpommern-Rügen, Vorpommern- Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte ins Visier. „Damit sollen Verkehrsteilnehmer für Verantwortung im Straßenverkehr sensibilisiert werden“, sagt die Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, Nicole Buchfink. Die Kontrollen würden den ganzen Monat April weitergeführt.

Bei der letzten Aktion im November 2015 wurden im östlichen Landesteil mehr als 4000 Fahrer mit zu hohem Tempo erwischt. Die Folge: Knapp 3400 Verwarn- und 640 Bußgelder wurden verhängt. Je nach Höhe der Tempoübertretung werden dabei inner- bzw. außerorts zwischen zehn und 680 Euro fällig. Zudem kann es Punkte und Fahrverbote geben. Die Ergebnisse der gestrigen Kontrollen sollen heute vorliegen.

Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums hat die Zahl der Verstöße in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Laut der aktuellsten Statistik wurden im Jahr 2014 in MV 183232 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt — das waren knapp 20000 mehr als ein Jahr und sogar 35000 mehr als zwei Jahre zuvor.

Im westlichen Landesteil wollen die Dienststellen des Polizeipräsidiums Rostock ab dem 18. April verstärkt die Geschwindigkeit auf den Straßen überwachen. Dabei beteiligen sich die Beamten an einer sogenannten Tispol-Aktion (Traffic Information System Police), einem europaweiten Polizei-Netzwerk, das die Zahl der Verkehrsunfallopfer senken will. Zu hohes Tempo ist nach Angaben von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) weiterhin die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit schweren Folgen. In MV starben bei Verkehrsunfällen 92 Menschen im Jahr 2014 — zwölf mehr als im Vorjahr.

Bei den „themenorientierten Verkehrskontrollen“ im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg werden Verkehrsteilnehmer auch regelmäßig u. a. auf Alkohol und Drogen, Beachten der Vorfahrt sowie Handyverbot am Lenker überprüft.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einhaltung der Gurtpflicht. Dazu starten Polizei und Landesverkehrswacht MV heute ein Projekt für mehr Kindersicherheit im Verkehr. „Mehr als 160 Kinder bis zehn Jahre“ würden im Nordosten pro Jahr im Pkw verunglücken, teilt die Verkehrswacht mit. Bei dem Projekt soll heute an rund 20 Standorten vor Kitas und Grundschulen geprüft werden, „ob alle Jungen und Mädchen im Auto richtig gesichert sind“. Ergänzend dazu werden Unterlagen mit dem Titel „100 Prozent geschnallt?!“ in Kitas verteilt.

Blitzermarathon soll auf Gefahren hinweisen

2071 Fahrzeugführer wurden vor einem Jahr beim Blitzermarathon an 192 Kontrollstellen in MV mit zu hohem Tempo erwischt. Allerdings werden Aktionen wie der Blitzermarathon im Vorfeld von der Polizei angekündigt, so dass viele Autofahrer ohnehin vorsichtiger unterwegs sind. Der Grund solcher Aktionen sei es, auf das Thema aufmerksam zu machen und auf Gefahren hinzuweisen, sagt die Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, Nicole Buchfink.

Von Axel Meyer

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