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Bluttat in Kösterbeck: Angreifer sticht Bauunternehmer nieder

Kösterbeck Bluttat in Kösterbeck: Angreifer sticht Bauunternehmer nieder

Bei der Attacke in einer Eigenheimsiedlung vor den Toren Rostocks wurde ein 59-Jähriger lebensgefährlich verletzt / Auslöser soll Streit um Geld gewesen sein

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Kösterbeck. Eine schreckliche Bluttat kurz vor Ostern erschüttert das Dorf Kösterbeck in der Gemeinde Roggentin bei Rostock: Dort ist in seinem Haus ein 59 Jahre Mann alter Mann niedergestochen worden — vermutlich nach einem Streit um Geld. Nach OZ-Informationen handelt es sich bei dem Opfer der Attacke um Reinhard M., einen Bauunternehmer. Täter soll ein Geschäftspartner aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen sein. Er wurde mittlerweile festgenommen.

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Bei der Attacke in einer Eigenheimsiedlung vor den Toren Rostocks wurde ein 59-Jähriger lebensgefährlich verletzt / Auslöser soll Streit um Geld gewesen sein

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Die Tat ereignete sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock am Donnerstag gegen 9.50 Uhr. Nachbarn berichten, dass M. zunächst vor seinem Haus mit dem anderen Mann gestritten haben soll. „Es ging um ein Bauprojekt“, erzählt ein Nachbar. Der Angreifer habe Geld gefordert. Nach OZ-Informationen 10000 Euro. Doch das Opfer habe sich geweigert — „weil es wohl Mängel bei dem Bau gegeben hat“, so der Nachbar weiter.

Die Polizei bestätigt, dass die Ermittlungen in diese Richtung geführt werden: „Wir haben den Verdacht, dass ein Streit um Schulden Auslöser für die Tat war“, sagte Isabel Wenzel, Sprecherin der Ermittler.

Zum genauen Tathergang ist bisher nicht viel bekannt. Nur dies: Der 48-jährige Angreifer habe mit einem Messer auf M. eingestochen, ihn dabei mindestens zwei Mal im Bauchbereich lebensgefährlich verletzt. „Die Ärzte sind aber zuversichtlich, dass das Opfer überleben wird“, sagte Wenzel am Abend nach der Tat. Gestern meldete die Polizei, dass sich das Opfer nicht mehr in Lebensgefahr befinde, sein Zustand stabil sein.

M. habe noch versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Doch die Haustür ließ sich nicht schließen: Ein Teppich war bei dem Gerangel zwischen Tür und Rahmen gerutscht. Das Opfer flüchtete sich daraufhin zu einem Nachbarn, der sofort die Polizei rief. Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei eine Großfahndung nach dem mutmaßlichen Täter ein. Mit Hunden und einem Hubschrauber wurde nach dem 48-Jährigen gesucht. Sein Auto entdeckte die Polizei kurze Zeit später im Landkreis Vorpommern-Rügen. Am späten Abend wurde der Verdächtige dann zu Hause festgenommen. Er sitzt in U-Haft.

Am Tatort begann in der Zwischenzeit die Spursicherung mit den Ermittlungen. Auf einem Nachbargrundstück stellten die Fachleute eine Jacke sicher. Mit Schutzanzügen durchsuchten sie das Haus und auch die Vorgärten. Beamte der Kripo vernahmen in der Zwischenzeit die Frau des Opfers. Unklar ist bislang auch noch, ob die Staatsanwaltschaft dem Angreifer „nur“ gefährliche Körperverletzung oder versuchten Mord vorwerfen wird. Die Polizei spricht vielsagend von einem „versuchten Tötungsdelikt“.

In der Siedlung reagierten viele Nachbarn schockiert: „Die Welt wird leider immer verrückter“, so ein Nachbar.

Von Andreas Meyer

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