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Bootsdiebe auf Usedom vor dem Ertrinken gerettet

Trassenheide Bootsdiebe auf Usedom vor dem Ertrinken gerettet

Zwei Männer aus Polen kämpften gestern stundenlang vor Trassenheide um ihr Leben. Aufmerksame Urlauber holten Hilfe. Das Täter-Duo wird nun in der Klinik bewacht.

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Rettung in letzter Not auf der Insel Usedom: Per Hubschrauber wird einer der Bootsdiebe ins Krankenhaus geflogen.

Quelle: Tilo Wallrodt

Trassenheide. Zwei in der Ostsee vor Trassenheide in Seenot geratene Männer haben sich als Bootsdiebe entpuppt. Die beiden polnischen Staatsbürger — einer davon ist 30

Jahre alt — wurden kurz nach 8 Uhr gestern Morgen durch Rettungsschwimmer der DLRG etwa eine Seemeile vor der Küste aus dem Wasser geholt. Zuvor hatte ein junges Paar, das auf dem Campingplatz in Trassenheide Urlaub macht, die Rettungskräfte alarmiert, weil es Hilferufe vernommen hatte.

Die beiden lebensbedrohlich unterkühlten Männer wurden mit dem Rettungshubschrauber beziehungsweise mit dem Krankenwagen in Kliniken geflogen. Weil die Rettungskräfte Alkoholgeruch wahrnahmen, ordnete die Staatsanwaltschaft Stralsund bei Beiden eine Blutprobenentnahme an.

Während der Bergung des Bootes durch die Wasserschutzpolizei wurde festgestellt, dass die Männer mit einem gestohlenen sechs Meter langen Offshore-Motorboot unterwegs waren. „Die Spuren ergaben, dass das Boot offensichtlich kurzgeschlossen worden war“, sagt Hartmut Richter von der Landeswasserschutzpolizei. Die Einsatzleitstelle in Neubrandenburg hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Bootsdiebstahl in Quilitz, am Peenestrom gelegen, aufgenommen. Ein Abgleich der Bootsdaten ergab jedoch, dass das Boot vor Trassenheide ein anderes war. „Maritime Fahnder der Landeswasserschutzpolizei konnten den Besitzer des Motorbootes, der den Diebstahl noch gar nicht bemerkt hatte, jedoch schnell ausfindig machen“, erklärt Richter. Auch das von den Polen gestohlene Boot hatte er in Quilitz vertäut. Unterdessen wurde auch das andere, bereits vermisste Boot nahe Quilitz am Strand gefunden. Es sollte wohl ebenfalls kurzgeschlossen werden, was aber nicht gelang.

Da die Tatsachen den Verdacht des Diebstahls und des versuchten Diebstahls begründeten, wurde laut Polizei die vorläufige Festnahme der polnischen Staatsbürger angeordnet und die Bewachung in den Kliniken organisiert.

Da sich die Beschuldigten gegenüber der Polizei nicht äußerten und da unklar war, ob weitere Personen an Bord des Bootes waren, kam noch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Er suchte das Seegebiet zwischen Trassenheide und Zinnowitz ab, konnte aber keine Personen im Wasser feststellen.

 

Cornelia Meerkatz

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