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MV aktuell Born: Kurdirektor-Wahl sorgt für Aufregung im Darßer Erholungsort
Nachrichten MV aktuell Born: Kurdirektor-Wahl sorgt für Aufregung im Darßer Erholungsort
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00:00 27.02.2016
Michael Dahlmann Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Bestmögliche Wahl oder Postengeschacher? Eine Personalie sorgt für Aufregung im Darßdorf Born. Yves Scharmberg (35) ist zum Leiter des Kurbetriebs in dem Erholungsort gewählt worden. Die Gemeindevertretung hat am Donnerstagabend mit 5:4 Stimmen beschlossen, die Position mit dem Sohn von Bürgermeister Gerd Scharmberg (60, Bürger für Born) zu besetzen.

Der Borner hat sich gegen die beiden anderen Bewerber durchgesetzt: Neben Yves Scharmberg waren auch der Dändorfer Manfred Retzlaff sowie Ex-Hansa-Vorstandschef Michael Dahlmann, der sich nicht dazu äußern wollte, im Rennen.

Bereits im Vorfeld hatte es in Born massive Kritik an den Modalitäten der Ausschreibung gegeben — vor allem von der Wählergemeinschaft Borner Alternative. Trotz des knappen Ergebnisses ist Yves Scharmberg zufrieden: „Ich bin gewählt worden, das zählt für mich.“ Seine Gegner will Scharmberg mit Leistung überzeugen. Die habe er übrigens schon bewiesen. „Ich führe bereits seit acht Jahren den Kurbetrieb in Born“, sagt Yves Scharmberg. Nach dieser Zeit wäre die Vergabe des Postens an ihn auch intern möglich gewesen. Er habe auf öffentliche Ausschreibung bestanden.

Dem Amt Darß/Fischland, das die Stelle ausgeschrieben hatte, wird vorgeworfen, die Stellenbeschreibung auf den Sohn von Bürgermeister Gerd Scharmberg geradezu „maßgeschneidert“ zu haben. „Das trifft nicht zu“, erklärt Yves Scharmberg. Es gebe ähnliche Ausschreibungen für Leitungsposten in der Region, etwa in der Jugendherberge Born. Außerdem habe es doch drei Bewerber auf die Betriebsleiterstelle gegeben.

„Leider waren es nur drei Bewerber“, sagt Klaus-Dieter Holtz (Borner Alternative). Es hätte weitere und qualifiziertere Bewerber geben können. Dazu sei die Frist aber viel zu kurz gewesen. Die für Born sehr wichtige Stelle hätte neu besetzt werden müssen. Selbst ein Gespräch, das die Borner Alternative vorgeschlagen hatte, um wenigstens die drei Bewerber anzuhören, sei von der Mehrheit der Gemeindevertretung abgelehnt worden. Die Borner Alternative hatte vor der Entscheidung Beschwerde gegen das Auswahlverfahren eingelegt. „Die Wahl von Yves Scharmberg ist keine gute Entscheidung. Wir zweifeln seine kaufmännische Kompetenz an“, erklärt Klaus-Dieter Holtz.

Dessen Sohn ist übrigens Jonas Holtz, Vorstand der Deutschen Contracting AG. In diesem Unternehmen arbeitet Ex-Hansa- Boss Michael Dahlmann nach seinem Abgang beim Rostocker-Fußball-Drittligisten im Oktober 2015 übrigens inzwischen als kaufmännischer Leiter. Womöglich auch ein Grund, warum die Holtz-Fraktion einen Kurdirektor Dahlmann lieber gesehen hätte

B. Schmidtbauer



OZ

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