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Brandanschlag auf Unterkunft für Flüchtlinge

Groß Lüsewitz/Schwerin Brandanschlag auf Unterkunft für Flüchtlinge

Unbekannte haben „Molotowcocktails“ gegen ein Haus in Groß Lüsewitz geworfen. Innenminister Caffier sieht sich in der Forderung nach einem NPD-Verbot bestärkt.

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Ermittler bei den Untersuchungen nach dem Anschlag auf eine Unterkunft für Asylbewerber in Groß Lüsewitz.

Quelle: Stefan Tretropp

Groß Lüsewitz. Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag Brandsätze gegen die Hauswand einer Unterkunft für Flüchtlinge in Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock) geworfen. Es handelte nach Angaben der Polizei sich um zwei „Molotowcocktails“ – Bierflaschen gefüllt mit einer brennbaren Flüssigkeit.

Das Gebäude geriet nicht in Brand, sondern das Feuer erlosch von selbst. Personen kamen nicht zu Schaden.

In dem Heim sind zurzeit acht Familien verschiedener Nationalitäten untergebracht.

Die sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen blieb ohne Ergebnis. „Wir gehen von einem politischen Hintergrund aus“, sagte ein Polizeisprecher. Die Unterkunft werde vorerst rund um die Uhr durch Beamte geschützt. Die Beamten ermitteln wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

Bereits in der Vergangenheit war es in Mecklenburg-Vorpommern wiederholt zu Attacken gegen Ausländerunterkünfte gekommen. Vor einem Jahr warfen Angreifer zweimal innerhalb weniger Tage die Haustür eines Heimes in Eggesin (Kreis Vorpommern-Greifswald) ein. Ebenfalls im Herbst 2013 waren in Güstrow (Landkreis Rostock) zwei brennende Feuerwerkskörper durch ein Fenster in den Keller einer Asylbewerberunterkunft geschleudert worden. In beiden Fällen hatte die rechtsextreme NPD zuvor zu Protesten gegen die Unterbringung von Ausländern aufgerufen.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilte den jüngsten Angriff. Die Attacke bestärke ihn, „auch weiterhin konsequent gegen die geistigen Brandstifter dieser wiederholten gefährlichen rechtsextremistischen Provokation vorzugehen“, teilte er mit. Er halte ein baldiges Verbot der NPD für absolut erforderlich.

 



OZ

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Groß Lüsewitz
An einem Fenster der Gemeinschaftsunterkunft in Groß Lüsewitz sind nach dem Anschlag Brandspuren.

Unbekannte attackierten Unterkunft in Groß Lüsewitz mit Molotow-Cocktails. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei geht von einem politischen Motiv aus.

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