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Brexit: Deutsche Fischer bangen um ihre Quoten

London/Sassnitz Brexit: Deutsche Fischer bangen um ihre Quoten

Der beschlossene Austritt Großbritanniens aus der EU könnte auch Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern gefährden.

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Ostsee-Hering bei Euro-Baltic in Sassnitz-Mukran. In dem Fischwerk auf der Insel Rügen werden pro Jahr auch 40 000 Tonnen Nordsee-Hering verarbeitet.

Quelle: Stefan Sauer/dpa

London/Sassnitz. Deutsche Trawler können bislang ungehindert und legal in britischen Hoheitsgewässern auf Fischfang gehen. Doch nach dem Votum für einen EU-Austritt Großbritanniens könnte es in der 200-Seemeilen-Zone rund um die Insel bald heißen: „UK first“. Dann wäre das Gebiet in Nordsee und Nordost-Atlantik für die deutsche und die EU-Fischereiflotte tabu.

„100 Prozent der deutschen Nordseeherings-Quote werden in britischen Gewässern gefangen“, macht Uwe Richter, Vorsitzende des Deutschen Hochseefischerei-Verbandes, deutlich. Das sind mehr als 50 000 Tonnen Hering pro Jahr. Betroffen wären auch Makrele und Wittling.

Und die Folgen würde man auch in Mecklenburg-Vorpommern spüren, etwa auf der Insel Rügen. Bei der Euro-Baltic Fischverarbeitungs GmbH in Sassnitz-Mukran werden jährlich 40 000 Tonnen Nordsee-Hering verarbeitet. Hier stünden 230 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sagt Geschäftsführer Richter.

OZ

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