Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Bundesstiftung fordert Uni-Lehrstuhl für DDR-Geschichte

Berlin Bundesstiftung fordert Uni-Lehrstuhl für DDR-Geschichte

Umfragen zeigten, dass junge Menschen wenig über die Geschichte von Demokratie und Diktatur nach 1945 wissen. Das hat Folgen für die gesamtdeutsche Erinnerungskultur.

Voriger Artikel
Schulfrei für immer: Direktor geht in Rente
Nächster Artikel
Spielzeug: Natur im Trend

Vorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Anna Kaminsky.

Quelle: S.Stache/Archiv

Berlin. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat sich besorgt über die abnehmende Forschung und Lehre zur DDR gezeigt. Das habe nicht nur gravierende Folgen für die Ausbildung der Geschichtslehrer von morgen, sondern auch für die gesamtdeutsche Erinnerungskultur, sagte Geschäftsführerin Anna Kaminsky. „Ein Universitätslehrstuhl für die Geschichte der DDR wäre ein Schritt in die richtige Richtung.“

Es sei fast schon ein Skandal, dass der Kommunismus und seine Diktaturen in Forschung und Bildung so stiefmütterlich behandelt würden. „Dessen Geschichte, zu der auch die DDR zählt, muss selbstverständlicher Bestandteil von Unterricht und Lehre in der gesamten Bundesrepublik werden.“

Am 5. Februar ist der Tag, an dem die Berliner Mauer genauso lange stand wie sie weg ist. Es sind genau 28 Jahre, 2 Monate und 26 Tage.

Umfragen zeigten, so Kaminsky, dass junge Menschen wenig über die Geschichte von Demokratie und Diktatur nach 1945 wüssten. Durch Wissensdefizite entstünden aber leicht Nostalgie, Verklärung und Mythen über die DDR. Um diese Defizite zu verringern, sei die Schule gefragt. Fraglich sei aber, ob ein bis zwei Wochenstunden für den Geschichtsunterricht ausreichten. „Wir meinen, dass angesichts aktueller Gefährdungen der Demokratie in Deutschland und Europa die historisch-politische Bildung gestärkt werden muss“, so Kaminsky.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Vorschrift zu NS-Todeslagern
Der Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“.

Juden und Polen litten entsetzlich unter dem Nationalsozialismus. Doch jetzt sorgt ein polnisches Gesetz für Streit. Israel befürchtet, es könnte eine Mitschuld von Polen am Tod von Juden vergessen machen.

mehr
Mehr aus MV aktuell
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.