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MV aktuell CDU gegen Mindestzahlen von Operationen in Kliniken
Nachrichten MV aktuell CDU gegen Mindestzahlen von Operationen in Kliniken
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22:55 08.05.2018
Symbolbild Krankenhaus: Das Südstadtklinikum Rostock Quelle: Ove Arscholl
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Düsseldorf/Schwerin

In der CDU regt sich Widerstand gegen die Pläne zur Straffung der deutschen Krankenhauslandschaft. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Sebastian Ehlers, sagte am Dienstag am Rande eines Treffens der gesundheitspolitischen Sprecher der CDU/CSU–Fraktionen in Düsseldorf: „Wir haben uns heute gemeinsam gegen eine Überbetonung der sogenannten Qualitätskriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses für die Krankenhauslandschaft ausgesprochen.“ Die geforderten Mindestzahlen, zum Beispiel für Operationen, würden kleinen Standorten die Daseinsberechtigung entziehen. „Das kann nicht im Sinne einer flächendeckenden Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sein“, erklärte Ehlers.

Unabhängig vom Ziel einer bundesweit stabilen Krankenhausstruktur müsse es deshalb im Verantwortungsbereich der Länder bleiben, die Krankenhausfinanzierung auf regionale Notwendigkeiten auszurichten. „Ich freue mich, dass wir insbesondere bei den Kollegen aus den Flächenländern mit unserer Position auf Zustimmung gestoßen sind“, sagte Ehlers.

Der Gemeinsame Bundesausschusses für die Krankenhauslandschaft von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen hatte im April in Berlin beschlossen, die Krankenhaus-Notfallversorgung in Deutschland zu straffen. Notfall-Krankenhäuser müssen demnach künftig über eine chirurgische oder unfallchirurgische und innere Abteilung verfügen. Von den heute 1748 Krankenhäusern sollen künftig nur noch 1120 entsprechende Zuschläge bekommen. Somit könnten 628 Häuser aus der Notfallversorgung herausfallen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) stimmte gegen die Neuregelung.

dpa/mv

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