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Caffier: Risiken beim Roboterauto

Stralsund Caffier: Risiken beim Roboterauto

120 Experten von Sicherheitsbehörden verschiedener Länder in Stralsund

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Der Prototyp eines selbstfahrenden Autos von Google. Der Einsatz des Roboterautos birgt Chancen und auch Risiken.

Quelle: Google/dpa

Stralsund. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat vor Risiken und offenen Rechtsfragen im Zusammenhang mit selbstfahrenden Autos gewarnt. „Wenn zwei selbstfahrende Autos einen Unfall bauen, wer ist dann verantwortlich dafür? Der Besitzer, der Insasse, oder der Hersteller?“, fragte Caffier bei der internationalen Sicherheitskonferenz „Danziger Gespräche“ gestern in Stralsund.

Noch bis heute sind 120 Experten von Sicherheitsbehörden, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aus verschiedenen europäischen Staaten — insbesondere aus Polen — und den USA in der Hansestadt.

Das Thema der vom Landeskriminalamt organisierten Konferenz lautet „Mobile Daten. Mobile Bürger. Mobile Polizei“. Die Referenten kommen unter anderem von Europol, Frontex, dem FBI und den Polizeibehörden verschiedener Länder. Minister Caffier betonte, dass es rechtlich völlig unklar ist, wie mit von Robotern verursachten Unfällen umgegangen werden soll. Roboter kämen immer mehr auch im Alltag zum Einsatz, sind also längst keine ferne Zukunftsvision mehr.

Der Direktor des Landeskriminalamts, Ingolf Mager, ging noch weiter. Er befürchtet, dass Kriminelle die Daten aus digitalen Autoschlüsseln abgreifen könnten. Damit hätten sie die Möglichkeit, einem selbstfahrenden Wagen die Anweisung zu geben , seinem Besitzer davonzufahren. „Die Diebe müssten dafür nicht mal ihr Haus verlassen“, meinte Mager. Seiner Ansicht nach wachsen mit dem digitalen Fortschritt auch die Risiken. „Je höher der Grad der Vernetzung ist, desto größer wird auch der mögliche Schaden“, sagte der LKA-Chef.

Minister Caffier hat daher Polizei und Sicherheitsbehörden MV dazu aufgefordert, sich den Sicherheitsfragen des digitalen Wandels zu stellen. „Wir müssen vieles komplett neudenken. Und das ist nicht unbedingt die Stärke staatlicher Institutionen.“

Von Alexander Müller

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