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09:36 08.01.2019
Die Ferienanlage "Ostsee-Camping Zierow" bei Wismar rangiert europaweit auf Platz 78. Insgesamt 22000 Plätze in ganz Europa wurden bewertet. Quelle: Ostseecamping Ferienpark Zierow KG
Rostock

65 Campingplätze in Deutschland schafften es bei der Vergabe des Europäischen Campingplatz-Awards unter die Top 100. Sechs davon befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern. Jedes Jahr bewerten Touristen und Reisende auf der Internet-Plattform www.camping.info die Campinganlagen nach Kriterien wie Sauberkeit, Freundlichkeit des Personals und Unterhaltungsangebote. Über 22 000 Plätze aus 44 verschiedenen Ländern kamen zur Abstimmung.

Der beste Campingplatz in MV ist laut der Touristenbewertungen der Campingpark Kühlungsborn. Deutschlands Nummer 17 landete in Europa auf Platz 34. Von Ende März bis Anfang Januar ist die Anlage für Besucher geöffnet und überzeugt vor allem durch ihre Lage direkt am Strand. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das neue Ostsee-Spa mit Saunalanschaft, Fitnessraum und verschiedenen Anwendungen. Neben diversen Modernisierungen plant Eigentümer Manfred Sürken demnächst den Ausbau der Online-Präsenz und den Bau eines Wirtschaftsgebäudes.

Vier Campingplätze an der Ostsee

Hinter dem Ostseebad auf Platz 35 reiht sich das nur einen Steinwurf von Kühlungsborn entfernt liegende Ferien-Camp Börgerende ein. Betriebsleiter Jan Schlutow wäre gerne vor dem Dauerkonkurrenten aus der Nachbarschaft gelandet, sieht seine Ferienanlage aber dennoch auf einem guten Weg: „Das ist insgesamt ein gutes Ergebnis, alles andere wäre Meckern auf hohem Niveau.“ Was die Besucher am Campingplatz zwischen Rerik und Kühlungsborn besonders schätzen ist laut Schlutow die Ruhe. „Da unterscheiden wir uns von vielen anderen. Hier können die Urlauber absolut entspannen“, ist er überzeugt. In die hochwertigen sanitären Anlagen, die asphaltierten Straßen und die gute Infrastruktur habe man in den vergangenen Jahren viel investiert, so Schlutow weiter.

Mit dem Campingplatz Ecktannen rangiert auf Platz 65 ein Urlaubsdomizil, das nicht an der Ostseeküste, sondern in Waren an der Müritz liegt. Noch im vergangenen Jahr reichte es nur für Rang 85. Anja Aßmann, langjährige Mitarbeiterin, erklärt den Erfolg vor allem mit der moderaten Erwartungshaltung der Besucher: „Wir sind eine Drei-Sterne-Anlage und verzichten auf den vierten Stern, um die Erwartungen unserer Gäste auch erfüllen zu können. Wichtig sind uns besonders Service und Freundlichkeit.“

Ähnliche Schwerpunkte setzt auch der Campingplatz Ostsee-Camping in Zierow bei Wismar. Die Hansestädter konnten sich ebenfalls verbessern, von Rang 92 im Vorjahr auf Platz 78. Das ganzjährig geöffnete Familienunternehmen besticht vor allem durch seine Lage direkt an der Ostsee. Im Winter erfreuen sich die Gäste am Indoor-Spielplatz. „Wir sind ein familienfreundliches Unternehmen“, sagt Emilia Heider, Verantwortliche im Bereich Marketing. „Derzeit bauen wir viel, zum Beispiel einen neuen Parkplatz. Es gibt ständig irgendetwas zu verbessern.“

Ergebnisse für MV enttäuschend

Unzufrieden mit dem Ergebnis des Camping-Awards zeigt sich Antje Greger vom Ferienpark Seehof bei Schwerin, der auf Platz 79 landete. „Wir stecken viel Energie in die Verbesserung unserer Anlagen, aber an den Bewertungen ändert sich kaum etwas. Daher sind wir enttäuscht“, meint Greger. Dabei lockt der Ferienpark mit zahlreichen Aktivitätsangeboten wie Angeln, Kanufahren oder Segelkursen.

Auf europaweit Rang 85 kam das Ostseecamp Rerik, welches durch sein breites Wellness-Angebot, die Lage am Meer und diverse Freizeitaktivitäten am und im Wasser besticht.

Knut Reuter, Vorstandsvorsitzender vom Bundesverband der Campingwirtschaft MV, hält das Abschneiden der Campingplätze im Nordosten für ein mageres Ergebnis. „Nur sechs Plätze unter den besten 100 sind zu wenig. Das sollte jeden Betreiber in unserem Bundesland zu mehr anspornen“, fordert er. Um künftig bessere Bewertungen der Touristen zu erlangen, müsse man die Unternehmen dafür sensibilisieren mehr zu investieren. „Den Bonus, den MV lange Zeit nach der Wende inne hatte, wird es bald nicht mehr geben“, so Reuter.

Auf europäischer Ebene erreichte Camping Grubhof aus dem österreichischen Bundesland Salzburg zum dritten Mal in Folge Rang eins. Zum deutschen Primus wurde Camping Hopfensee aus Füssen gewählt. In Europa reichte es für die Bayern zu Platz zwei.

Camping wird immer beliebter

Die Campingplatzbetreiber in Deutschland profitieren von der steigenden Beliebtheit von Urlauben in Zelten und Wohnwagen. Das beweisen die statistischen Zahlen: Im Vergangenen Jahr verbuchte Deutschlands Campingbranche rund 31 Millionen Übernachtungen. In den vergangenen zehn Jahren betrug der Zuwachs 42 Prozent. Deutschlands beliebtestes Camping-Bundesland ist Bayern mit 5,6 Millionen Übernachtungen gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (4,6 Mio.) und Niedersachsen (4,4 Mio.). Die Camper verweilen im Durchschnitt 3,3 Tage auf dem Campingplatz und damit länger als andere Urlauber (2,6 Tage).

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